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stellten.  Das  ist  anders  geworden,  schöner  nicht.  Als  die
Kunde  umging,  der  Kronprinz  werde  sich  vermählen,  dachten  die
Pfälzer,  welche  die  Maizeit  von  1832  glücklich  hinter  sich  und
wohl  meistens  vergessen  hatten,  mit  Eifer  daran,  dem  hohen
Paar  ein  würdiges  Angebinde  zu  bringen,  und  sie  brachten
außer  ihrem  feurigen  Wein  und  dem  entsprechenden  Pokal,  auch

die  Ruine  des  Hambacher  Schlosses.  Eine  bedeutsame  Gabe,

eine  Art  von  Sühnopfer.  Maxburg  hieß  von  Stund  an  das
äalte  Gemäuer.  Zum  Zweitenmale  hatte  es  den  Namen  gewechselt;
  denn  die  alte  Kästen=  oder  Kastanienburg  war  ursprüngl


lich  schon  eine  stattliche  Pfalz  der  deutschen  Könige,  erbaut  von

Heinrich  II.  zu  Anfang  des  eilften  Jahrhunderts.  Von  hier

aus  hat  Heinrich  IV.  den  berühmten  Büßergang  nach  Canossa
barfuß  angetreten.

Daß  es  nun  die  Pfälzer  darauf  abgesehen  hatten,  dem
künftigen  König  in  ihrer  Mitte  eine  Stätte  zu  bereiten,  an  der
er  sich  ein  zweites  Hohenschwangau  schaffen  möge,  ist  gewiß.
Lebhaft  ergriffen  auch  der  König  und  der  Kronprinz  den  Gedanken.
  Nach  Meister  Zieblands  Entwurf  begann  die  Wiederherstellung.
  Rasch  stieg  das  Werk  bis  1846  drei  Stockwerk
hoch  empor.  Aber  dann  fand  man,  daß  die  noch  stehende  alte
nördliche  Wand,  obwohl  sie  der  Ewigkeit  zu  trotzen  schien,  bedenklich
  altersschwach  geworden  und  den  Einsturz  drohte.  Nun
ruhten  Hammer  und  Kelle,  und  das  Werk  blickt  seitdem  recht
nnerquicklich  in  das  Land  hinaus,  als  eine  Ruine  schon  vor  der
Vollendung.

Wir  haben  die  Geschichte  der  Maxburg  gleich  hier,  einige
Jahre  vorauseilend,  aus  Zweckmäßigkeitsgründen  eingeschaltet,
#  und  nehmen  unn  unsere  chronologische  Erzählung  wieder  auf.
1  Der  Kronprinz  setzte,  sich  von  dem  Könige  trennend  und  die
Pfalz  verlassend,  seine  Reise  nach  Kreuznach  und  Bingen
fort  und  traf  am  24.  Juni  wieder  in  München  ein.  Zwei

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