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Da  der  Herzog  von  Koburg  nebst  Gemahlin  nach  Bamberg
  an  den  Hof  des  Kronprinzen  kam,  erwiederte  Maximilian
mit  seiner  Gemahlin  die  Ehre  durch  einen  Besuch  in  Koburg
(9.  April)  und  Beide  bereisten  dann  die  Pfalz,  besuchten  ihre
Maxburg  und  kehrten  über  Darmstadt  nach  München  zurück,
um  der  Vermählung  der  Prinzessin  Hildegarde  von  Bayern
(eine  jüngere  Schwester  des  Kronprinzen)  mit  dem  Erzherzog
Albrecht  von  Oesterreich  am  1.  Mai  beizuwohnen.  Leider  ist  in
dieses  Freudenfest  der  königlichen  Familie  durch  den  Bierkrawall
von  Seite  des  Bodensatzes  der  Bevölkerung  in  München  ein
greller  Mißton  gekommen.

Den  Sommer  brachte  der  Kronprinz  theils  in  Berchtesgaden,
  theils  im  Franzensbade  in  Böhmen  zu,  während  die
Kronprinzessin  die  Kur  in  Bocklet  gebrauchte.  Im  September
fanden  sich  die  Gatten  in  München  zusammen,  wo  die  Königin
von  Preußen,  die  Erzherzogin  Sophie  von  Oesterreich  und  der
Bruder  der  Kronprinzessin  zu  Besuch  kamen.

Einen  sehr  guten  Eindruck  machte  es  im  Volke,  daß  der
Kronprinz  und  die  ganze  königliche  Familie  der  im  Oktober  1844
in  München  tagenden  Versammlung  deutscher  Land-  und  Forstwirthe
  so  große  Aufmerksamkeit  bewiesen.  Nicht  nur  erschien  er
bei  dem  vom  Magistrate  den  fremden  Gästen  veranstalteten  Kellerfest,
  wo  sein  Eintreten  stürmischen  Jubel  veranlaßte,  er  führte
mit  seinem  Bruder  Luitpold  auch  den  Vorsitz  bei  dem  Gastmahl,
das  König  Ludwig,  der  etwas  unpäßlich  war,  der  Versammlung
gab.  An  sechs  Tafeln  in  der  königlichen  Residenz  saßen  gegen
fünfhundert  Gäste.  Die  geselligste  Heiterkeit,  heute  nicht  durch
die  Schnürbrust  der  Hofsitte  beängstigt,  herrschte  in  den  Prunksälen.
  Auch  der  letzten  Sitzung  der  Versammlung  wohnten  beide
Prinzen  mit  ihren  Gemahlinen  bei.

In  Hohenschwangau  aber,  wohin  nun  der  Kronprinz
bis  zu  Weihnachten  seinen  Hof  verlegte,  versammelte  er  einen

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