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wirkte  der  „Volkskalender“  segensreich  und  brachte  manches  Samenkorn
  in  die  urwüchsige  Bauernrohheit  und  ihr  patriarchalisches
  Geistesdunkel.

Dreizehntes  HKapitel.

Balersreuden.  —  TLausseierlichseil  in  Aymphenburg.  —  Grohvaler  und

Enkel.  —  Der  erste  Kirchgang.  —  Königliches  Kindbellgeschent.  —  Der

Kronprinz  in  der  Reicheralhokammer.  —  Besuch  in  Verlin.  —  Huldigungsgeschenk.


In  Juli  1845  bezog  der  Kronprinz  Maximilian,  nachdem
  er  sich  im  Mai  im  Bade  Gastein  und  dann  im  Juni  bei
seiner  Gemahlin,  die  gesegneten  Leibes  war,  in  Hohenschwangau
aufgehalten,  mit  dieser  die  Sommerresidenz  Nymphenburg.
Daselbst  gebar  die  Kronprinzessin  Marie  in  der  Nacht  vom  24.
auf  den  25.  August  um  zwölf  Uhr  achtundzwanzig  Minuten
einen  Prinzen,  den  jetzigen  König  Ludwig  II.  von  Bayern.
Die  Niederkunft  erfolgte  in  derselben  Nacht,  ja  zur  selben
Stunde,  in  der  1786  König  Ludwig  I.  zur  Welt  gekommen
ist.  Es  war  das  schönste  Angebinde,  das  die  Kronprinzessin
dem  Schwiegervater  zu  seinem  Geburts=  und  Namensfeste  machen
konnte.  Nie  ist  in  Bayern  der  25.  August  begeisterter  gefeiert
worden:  der  Geburts=  und  Namenstag  von  Großvater
und  Enkel.

Am  26.  August  vollzog  der  Erzbischof  von  München-Freising
  unter  Assistenz  des  Stiftsprobstes  Dr.  Reindl  die  heilige
  Taufe  Nachmittags  zwei  Uhr  im  Schlosse  zu  Nymphenburg.
Taufpathen  waren  der  König  Ludwig  und  die  Königin  Therese
von  Bayern.  Außerdem  wohnten  noch  der  zu  Besuch  anwesende
König  von  Preußen  nebst  Gemahlin,  sowie  der  glückliche  Vater
des  Täuflings  und  die  übrigen  Mitglieder  des  königlichen  Hauses

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