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schüsse  auf  ihn  abfeuerte.  Sie  trafen  nicht,  aber  dem  Kronprinzen
  gab  die  Sache  viel  zu  denken,  namentlich  in  Paris,
wo  er  in  den  ersten  Tagen  des  August  eintraf,  nachdem  er  am
1.  d.  M.  dem  Könige  im  Schlosse  zu  Eu  seine  Glückwünsche
dargebracht  hatte.  Unermüdlich  war  er  in  Paris,  all  die  wissenschaftlichen,
  gemeinnützigen  und  Kunst-Anstalten  nicht  zu  besehen,
sondern  zu  studiren.  Auch  die  socialen  und  politischen  Zustände
  unterzog  er  einer  strengen  Untersuchung.  Aber  er
fand  ein  ekelhaftes  Parteitreiben  und  eine  jüdische  Geldherrschaft,
  welche  die  Menschlichkeit  der  Speculation  aufopferte.
War  ja  wenige  Tage  nach  der  Fahrt  des  Kronprinzen  auf
der  Nordbahn  nach  Paris  ein  entsetzliches  Unglück  geschehen,
lediglich  weil  die  Bahn  vor  dem  vollkommenen  Ausbau  dem
Verkehr  übergeben  worden  war.  Rothschild  gewann  freilich  dadurch
  Millionen.

Der  Kronprinz  sah  in  den  Franzosen  ein  Volk,  veränderlich,
  beweglich,  wie  ein  edles  feuriges  Pferd,  und  er  sah  einen
König,  der  mit  dem  Regenschirm  herum  lief  und  im  Filzhute,
statt  als  Herrscher  das  Roß  zu  tummeln.  Der  Kronprinz  gewahrte,
  daß  der  Franzosenkönig  ängstlich  lausche,  wie  viele
Vive  le  Roi"“  erschallten,  wenn  er  sich  öffentlich  zeigte,  ob  die
Gesichter  der  Nationalgarde  finster  oder  Zuversicht  erweckend
seien.  Einen  Herrscher  gewahrte  er  und  eine  Königsfamilie,  die
zitterten,  wenn  sie  einer  öffentlichen  Handlung  anwohnen  mußten,
  weil  sie  erwarten  konnten,  stets  unter  den  Jubelrufen  ein
paar  Kugeln  aus  mörderischem  Rohre  zu  empfangen.

Nachdem  der  Kronprinz  noch  einer  zu  seinen  Ehren  auf
dem  Marsfelde  abgehaltenen  Heerschau  über  fünfzehn  bis  zwanzigtausend
  Mann  beigewohnt  hatte  —  er  trug  die  bayrische  Generals-Uniform
  und  erschien  zu  Pferde  —  machte  er  Tags
darauf  (20.  August)  seinen  Abschiedsbesuch  bei  Louis  Philipp
in  Neuilly.  Der  König  geleitete  von  da  seinen  Gast  nach

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