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fast  alle  Abend  mit  einem  Herrn  seines  Gefolges  erschien.  Sie
erzeigten  ihm  alle  möglichen  Aufmerksamkeiten,  schon  im  Dank—
gefühl  für  seinen  königlichen  Vater,  der  durch  seine  wiederholten
Besuche  Palermo  in  Mode  gebracht  hat.  Die  Stadt  besitzt  viel
Sehenswürdiges,  und  in  ihrer  Kathedrale  schlafen  zwei  Hohenstaufen
  =  Kaiser  in  Porphyrsärgen.  Häufig  machte  der  Kronprinz
  Ausflüge  in  die  Umgebung  von  Palermo  und  wohnte  am
9.  Dezember  der  großen  Heerschan  am  Fuße  des  Pellegrino  und
der  dort  zu  Ehren  der  unbefleckten  Empfängniß  Maria's  gehaltenen
  Feldmesse  bei.  Am  Morgen  des  15.  Jannar  1847
ward  Maximilian  von  seinem  eben  aus  Griechenland  auf
dem  Kriegsdampfer  „Othon“  zurückgekehrten  Bruder  Luitpold
umarmt.

Am  24.  Februar  unternahm  er  mit  seinem  kleinen  Gefolge
  eine  Reise  nach  dem  Innern  Siziliens,  besonders  um
die  an  Erinnerungen  und  Resten  des  Alterthums  reichen  Orte
Segesta  und  Selinunt  zu  sehen.  Nach  seiner  Rückkehr  aus
dem  Innern,  wo  es  Ende  Februar  wie  in  einem  Treibhause
zu  reisen  war,  besuchte  er  noch  die  schönen  Seestädte  Messina
und  Catania,  die  Stadt  der  Lava.  In  der  Nähe  steht  Italiens
  höchster  Berg,  der  Aetna  (eilftausend  vierhundert  Fuß),
mit  hunderten  von  qualmenden  Essen,  wo  die  Kyklopen  für
Jupiter  die  Donnerkeile  schmiedeten.  Ein  Berg-Ungeheuer,  das
seinen  Schatten  als  eine  violette  Pyramide  zwanzig  Meilen  über
die  weite  Fläche  bis  in  den  Meridian  von  Palermo  wirft  und
im  Jahre  1669  allein  neunzigtausend  Menschen  in  seinen  Gluthströmen
  begraben  hat.

In  Messina  ging  der  Kronprinz  an  Bord  des  „Othon,"
der  am  14.  März  Abends  im  Piräus  einlief.  Auf  halbem
Wege  nach  Athen  umarmte  er  den  Rönig  Otto.

Es  war  beabsichtigt  gewesen,  daß  Maximilian  von  Patras
aus  die  Reise  zu  Lande  nach  Athen  mache,  indem  ihm  das  grie-22


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