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Friedrich  von  Baden.  Das  Denkmal,  einfach,  schön  und  edel,
trägt  in  gothischen  Lettern  die  Inschrift:

„Marimilian,  Kronprinz  von  Bayern,  errichtet  dieses  Denkmal
cinem  Verwandien  seines  Hanses,  dem  Kömg  Tonradin,  dem
letzten  der  Hohenstaufen.“

In  Rom  am  25.  Mai  Abends  angekommen,  machtie  der
Kronprinz  andern  Tags  Besuch  bei  dem  heiligen  Vater,  wobei
sich  Pius  IX.  lange  mit  ihm  unterhielt.  Nachdem  er  noch  das
Albaner-Gebirge  in  kurzem  Ausfluge  begrüßt,  mehrere  Künstler-Werkstätten
  in  Rom  durchmustert  und  am  31.  Mai  sich  vom
Papste  verabschiedet  hatte,  verließ  er  auf  lange  Zeit  Rom  und
Italien.  Ob  er  wohl  eine  Ahnung  hatte  von  den  Geschicken,
denen  er  entgegen  ging?

Am  11.  Juni  Abends  1847  ist  er  in  München  eingetroffen.
  Seine  Anknuft  richtete  die  schon  wieder  geknickten  Hoffnungen
  auf  eine  gesunde  Neugestaltung  des  Staatsorganismus
neuerdings  auf,  um  so  mehr,  als  er  sofort  zum  General-Inspector
  der  Armee  ernannt  wurde.  Da  er  nur  die  Charge
eines  General-Lieutenants  in  der  Armee  besaß,  hatte  er  gewünscht,
zum  General  der  Kavallerie  ernannt  zu  werden,  ohne  jedoch
diesen  Wunsch  dem  Könige  verlauten  zu  lassen.  Der  Kriegsminister
  sollte  die  Sache  vermitteln  und  dem  König  vorstellen,
daß  in  der  Regel  der  inspicirende  General  dem  zu  Juspicirenden
an  Rang  vorgehen  oder  wenigstens  gleich  stehen  solle.  Der
König  wies  das  Ansinnen  mit  den  Worten  kurz  ab:

„Friedrich  II.  hat  Majöre  geschickt,  seine  Armeen  zu  inspiciren.“


Der  König  ging  am  22.  Juni  nach  Brückenau,  der  Kronprinz
  nebst  Gemahlin  am  1.  Juli  nach  Kissingen,  wo  sehr
viele  allerhöchste  und  höchste  Herrschaften  versammelt  waren.
Hier  wurde  ihm  einige  Tage  nach  seiner  Ankunft  eine  Serenade
mit  Fackelzug  gebracht.  Auch  von  dem  König  von  Württemberg

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