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Rundreise  in  der  Oberpfalz  und  Niederbayern  unternommen  und
am  16.  Juli  mit  denselben  Resultaten  beendet.  Die  Hauptstadt
München  bereitete  dem  rückkehrenden  Herrscherpaare  einen  festlichen
  Empfang.

Während  aber  dies  Alles  geschah,  bildete  sich  in  München
ein  „Veteranen  -Verein,“  welcher,  wie  ein  Mauerauschlag  besagte,
ausdrücklich  zu  dem  Zwecke  gegründet  werden  sollte,  „um  die
königlichen  Majestäten,  die  k.  Familie  und  die  k.  Residenz  zu
schützen.“  Alter  schützt  vor  Thorheit  nicht.

Am  21.  Juli  geschah  die  dritte  Rundreise  in  Schwaben.
Bei  allen  diesen  Reisen  konnte  sich  der  König  überzeugen,  daß
er  das  treueste  Volk  besitze,  das  sich  sogar  durch  den  Soldatenübermuth
  nicht  reizen  ließ.  Wohl  mochte  es  den  Bürgern  unter
den  Fuß  gegeben  worden  sein,  sich  höhern  Orts  zu  insinuiren;
aber  wenn  es  geschehen  ist,  was  nicht  behauptet  werden  will,
so  war  es  überflüssig.  Denn  die  Fahnen  und  Ehrenpforten  von
Tannenreisern  und  Papier  —  die  hätten  gar  nichts  bewiesen,
weil  man  den  äußern  Apparat  leicht  von  Amtswegen  zu  Wege
bringen  kann.  Aber  das,  was  aus  dem  Herzen  quillt,  die  Auhänglichkeit
  in  ihrer  Einfalt  —  die  hat  der  König  reichlich  gefunden.
  Und  er  mit  seinem  edlen  guten  Herzen,  er  fühlte  gleich,
was  von  Herzen  kam.  Darum  liebte  er  sein  Volk,  weil  er
es  achtete.

Den  Sommer  brachte  der  Hof  theilweise  in  Hohenschwangau,
  theilweise  in  Egern  am  Tegernsee  zu;  den  Herbst
in  Nymphenburg  bis  in  den  Winter  hinein,  weil  der  neue
„Königsbau“  in  der  Residenz  zu  München  noch  nicht  vollständig
eingerichtet  war.  Erst  am  18.  Dezember  1849  Abends  bezogen
die  Majestäten  ihre  Gemächer  im  Königsbau.

Im  folgenden  Juni  1850  reiste  der  König  über  Würzburg
  und  Aschaffenburg  nach  Darmstadt.  Diese  Reise  hatte
einen  politischen  Zweck,  indem  es  sich  um  das  Zurücktreten  der

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