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verhandelt  worden,  lonnte  man  an  den  Toasten  merlen,  welche
am  11.  Oktober  an  der  kaiserlichen  Tafel  im  Gasthofe  zur  Post
in  Bregenz  ausgebracht  wurden.  Der  König  von  Würtemberg,
in  österreichischer  Husaren-Uniform,  that  den  Trinkspruch:
„Ein  alter  Soldat  macht  nicht  viel  Worte,  aber  er  folgt
dem  Rufe  seines  Kaisers,  wohin  es  auch  sei.“

Es  sollte  aber,  mit  Genehmigung  des  Zaars,  gegen  Preußen
  gehen,  wenn  dieses  sich  nicht  dem  alten  wieder  ausgegrabenen
  Bundestage  unterwerfen  würde.

Noch  deutlicher  trat  der  Ernst  der  Lage  in  den  Reden  bei
der  feierlichen  Eröffnung  des  „Siegesthores“  in  München  hervor.
  Am  14.  Oktober  war  der  König  von  Bregenz  zurückgekehrt,
und  am  andern  Mittag  wohnte  er  der  Feier  bei,  die  eine  rein
militärische  war,  weil  das  Thor  von  König  Ludwig  I.  dem  bayrischen

  Heere  als  Denkmal  errichtet  worden.  Er  hielt  eine  Ansprache

  an  die  Truppen  und,  anbindend  an  die  feierliche  Versicherung
  des  Bürgermeisters  über  die  Treue  und  Hingebung
des  Volles,  schloß  er:

„Den  Schwur,  den  Sie  hier  aussprachen,  wiederhole  Ich
Ihnen.  Auch  Ich  will  für  mein  Bayerland  fechten,  wenn
es  die  Noth  gebietet,  und  für  mein  Bayern  und  meine  braven
  Bürger  leben  und  sterben."

Bald  darauf  rückten  zehntausend  Bayern  in  Hanau  ein
und  drangen  keck  gegen  die  Preußen  bei  Kassel  vor.  Die  jämmerliche
  Lage  Deutschlands  jener  Zeit  ist  jämmerlich  repräsentirt  in
der  jämmerlichen  „Schlacht  bei  Bronzell“  (am  8.  November  1850).

Im  Jahre  1851  machte  der  König  in's  Ausland  nur  einen
kleinen  Ausflug  Ende  März  an  den  Gardasee  unter  seinem
gewöhnlichen  Incognito.  Denn  die  politischen  Verhältnisse  waren
verwickelt  und  gestatteten  keine  lange  Abwesenheit  vom  Vaterland.
  Dagegen  nahm  er  mit  seiner  Familie  einen  fast  vierwöchentlichen
  Sommeranfenthalt  in  dem.  Lustschlosse  Eremitage

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