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die  Kuppen  des  Fichtelgebirges  in  der  ganzen  Runde  mit  Bergfeuern
  aus  dem  Dunkel  auf.  Wie  Riesenkandelaber  umstanden
sie  im  weiten  Umkreise  die  Bühne,  wo  der  Landesvater  unter
den  Tausenden  der  Seinigen  weilte.  Am  mächtigsten  loderte  es
vom  rauhen  Kulm  her.  Der  schien  seine  längst  erkaltete  vulkanische
  Feueresse  wieder  angezündet  zu  haben,  diesmal  in  fröhlicher
  Laune.  Nachdem  er  lange  —  so  pflegen  es  Vulkane  ja
zu  thun  —  dicke  Rauchballen  entsendet  hatte,  brach  endlich  die
Flamme  durch  und  loderte  so  lustig  auf,  wie  die  Freude  bei  den
Fest-Theilnehmern.

Ganz  besonders  liebte  es  der  König  mit  dem  Volke  zu
verkehren.  Da  erfuhr  er  am  besten  dessen  Freud  und  Leid.
In  den  Werkstätten  der  Handwerker  sah  er  sich  um,  hörte  und
fragte.  In  die  Volksschulen  ging  er  und  überzeugte  sich  von
ihrem  Zustande.  Einmal  vertheilte  er  selbst  die  Preise  in  einer
Elementarschule  zu  Bayreuth,  nachdem  er  der  Prüfung  beigewohnt.
  Ein  andermal  machte  er  mit  einem  Adjutanten  einen
Ritt  nach  Mistelgau,  stieg  am  ersten  Hause  des  Ortes  ab  und
unterhielt  sich  dann  im  Dorfe  mit  mehreren  Leuten,  ohne  erkannt
  zu  werden.

Die  Königin  ging  in  die  Wohlthätigkeits-Anstalten  und
Mädchenschulen  und  suchte  das  alte  blinde  Mütterchen  des  Dekans
  Burger  in  München  auf.  Aber  —  und  das  ist  die  Hauptsache
  —  sie  beehrte  nicht  bloß  die  Armen  und  Kranken  durch
Besuche,  sie  spendete  Wohlthaten.

Morgens  am  9.  Juli  verließen  die  Majestäten,  zweitausend
  Gulden  für  die  Armen  hinterlassend,  die  Eremitage,
um  die  oberfränkischen  Städte  zu  besuchen.  Nach  den  schönsten
Partien  des  Fichtelgebirges  waren  schon  von  der  Eremitage  aus
einzelne  Touren  gemacht  worden.  Einen  poetischen  Abschiedsgruß
  hatte  der  Bayreuther  Liederkranz  dargebracht.

Im  Parke  der  Eremitage  schliefen  längst  die  Vögel  in

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