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den  Baumwipfeln  und  leise  zog  der  Odem  der  Nacht  durch  den  6
Hain.  Dichte  schwarze  Schatten  von  viel  Menschen  sah  man
unter  dem  Baumdunkel.  Jetzt  flimmerte  es  von  ferne  wie  von
Johanniswürmchen.  Das  Flimmern  kam  näher:  es  waren  die
farbigen  Lampen  der  Sänger.  Leiser  und  dann  voller  und
immer  mächtiger  flutheten  die  Tonwellen  des  Männergesanges
durch  den  Hain  und  darauf  schwammen  die  herzigen  Reime  in's  6
ungemessene  Luftmeer:  ä5
Wenn  ich  zum  heitern  Himmel  schau,  6  .
So  strahlt  er  freundlich  weiß  und  blau.  ½
Dann  denk'  ich  an  mein  Heimathland,
Wo  ich  der  Jugend  Hiumel  fand.
Der  letzte  Akkord  ist  verklungen,  der  letzte  Men-  l
schen-SchattenausdemParkeverschwuudemDaraufchtesII
geheimnißvoll  nach  in  den  hundertjährigen  Baumtronen,  aber  r
nur  dem  geweihten  Ohre  verständlich
Denn  rein  und  treu  heißt  weiß  und  blau,
D'rum  ich  auf  diese  Farben  bau',
Und  wo  sie  hoch  am  Banner  weh'n,
Ist's  eine  Lust  voran  zu  geh'n!
Und  wo  sie  hoch  am  Banner  wehfn,
Ist's  eine  Lust,  voran  zu  geh'n!
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