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von  Werdenfels  angenommen,  speiste  in  Verona  bei  dem  Feldmarschall
  Radetzly  und  kam,  über  Modena,  Bologna,  Florenz
und  Siena  die  Route  nehmend,  vor  Mitte  Januar  1853  in
Rom  an.

Als  er  vor  beinahe  sechs  Jahren  Rom  als  Kronprinz
verließ,  ahnte  er  wohl  nicht  die  Städtekönigin  nur  als  König
wiederzusehen.  Nach  der  verlebten  Sturmperiode  that  ihm  Italiens
  Klima  sehr  wohl,  geistig  und  körperlich.  Er  äußerte  auch
wiederholt,  er  erinnere  sich  nicht  bei  irgend  einem  früheren  Besuche
  Roms  sich  so  wohlgemuth  und  innerlich  gehoben  gefühlt
zu  haben,  wie  diesmal.  Und  er  tanzte  auf  mehreren  Bällen.

Er  besuchte  den  Papst  und  ward  von  ihm  wieder  besucht
in  der  Villa  Malta.

An  Maria  Lichtmeß  wohnte  er  der  Feier  in  St.  Peters
Dom  bei  und  ward  am  Aschermittwoch  vom  Papste  geäschert.
Der  Carneval  war  dies  Jahr  unheimlich  und  roh  gewesen,  weil
die  Römer  wegen  des  Verbotes  der  Masken  sich  nicht  betheiligt
und  den  Engländern  den  Corso  überlassen  hatten.

Am  10.  Februar  verabschiedete  sich  der  König  bei  dem
heiligen  Vater,  verließ  Rom  am  folgenden  Morgen  und  kam
am  12.  Februar  zu  Neapel  an.  In  dem  kleinen  königlichen
Schlosse  zu  Chiatamone  nahm  er  Wohnung  und  empfing  sogleich
  den  Besuch  des  Königs  beider  Sizilien.  Doch  schiffte  er
sich  schon  am  15.  März  Nachmittags  nach  Sizilien  ein  und
landete  am  16.  Nachmittags  nach  dreiundzwanzigstündiger  etwas
stürmischer  Fahrt  in  Palermo.  Noch  ehe  der  Dampfer  „Ercolano,“
  ein  starkes  Fahrzeug,  in  See  ging,  hatte  sich  ein  heftiger
  Libeccio  (Südwest)  erhoben,  und  die  See  war  rauh.  Die
Fahrt  verlängerte  sich  denn  auch  um  acht  Stunden  und  griff
den  König,  der  ohnehin  leicht  seekrank  ward,  ziemlich  an.  In
Palermo  erholte  er  sich  jedoch  bald  wieder.  Er  hatte  von
Neapel  nach  Rom  zurückkehren  wollen,  um  dort  Ostern  zu