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reise  aus  Preußen  trafen  die  königlichen  Gatten  in  Dresden
am  28.  Juli  wieder  zusammen  und  hielten  sich  einige  Tage
in  Bamberg  auf.  Auf  der  Durchreise  nach  Hohenschwangau
verweilten  sie  am  3.  August  einige  Stunden  in  Nürnberg.  Die
alte  Stadt  hatte  sich  in  Gala  geworfen  und  am  Königsthore

prangte  der  versifizirte  Willkomm:
„Schmücke  die  Pforten  o  Stadt,  es  nahet  dein  Stolz  und  dein  Gläück  dir.“

Auf  dem  Bahnhof  empfingen  die  Majestäten  einen  „Gruß
von  den  Alpen,“  einen  Strauß  Alpenrosen  und  einige  Blumenvasen
  von  Moos.  Bei  der  Fahrt  zur  alten  Raiserburg,  die
gerade  auf  des  Königs  Geheiß  restaurirt  ward,  nahm  der  König
überreichte  Bittschriften  an  und  gab  einem  Bittsteller,  der  nach
Ueberreichung  seines  Gesuches  noch  einige  Zeit  neben  dem  Wagen
herging  und  zur  besseren  Bekräftigung  sein  Anliegen  auch  mündlich
  vorzutragen  drohte,  zusichernde  Worte.

Das  Hoflager  blieb  bis  zum  Oktober  in  Hohenschwangau.
  Von  da  aus  besuchte  der  König  abermals  Nürnberg
am  27.  August  während  des  dortigen  Volksfesies  und  blieb  drei
Tage.  Bei  seiner  Ankunft,  Nachts  neun  Uhr,  schien  die  Stadt
zu  brennen.  Sogar  die  alten  Thürme  leuchteten  weit  in  die
Nacht  hinaus,  indem  sie  hoch  auf  den  Spitven  farbige  Flammen
trugen.  —  Der  König  wohnte  hier  der  ersten  Sitzung  der  sechszehnten
  Wanderversammlung  deutscher  Land=  und  Forstwirthe
auf  dem  Rathhause  bei.

Das  Jahr  1854  war  nicht  zum  Reisen  angethan.  Die
Industrieausstellung  zu  München  zog  eine  Menge  deutscher  Fürsten
  an  den  königlichen  Hof.  Ihnen  allen  machte  der  RKönig
den  aufmerksamsten  Wirth.  Dann  kam  die  Cholera.  Das  königliche
  Hoflager  ward  bis  zum  Oktober  nach  Berchtesgaden
verlegt,  von  wo  aus  der  König  und  die  Königin  den  kaiserlichen
Majestäten  in  Ischl  einen  eintägigen  Besuch  abstatteten.  Im

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