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Am  4.  Februar  war  Hofjagd  im  Park  bei  Monza.  Dabei
  hat  sich  der  König  als  trefflicher  Schütze  bewährt.  Der
Kaiser  verehrte  ihm  eine  prächtig  gearbeitete  Scheibenbüchse  und
eine  Marmorstatue  von  hohem  Kunstwerthe.  Am  5.  Februar
traf  der  König  in  Mantua  ein  —  ein  Judennest,  aber  von
österreichisch  -  patriotischer  Wichtigkeit:  „Zu  Mantua  in  Banden
der  treue  Hofer  war.“  —  Noch  am  nämlichen  Abend  ward
Modena  erreicht.  Hier  bei  der  lieben  Schwester  Adelgunde
verweilte  der  König  zwei  Tage  und  erledigte  unterdessen  Staatsgeschäfte.
  Ueber  Bologna  und  Florenz  (9.  Februar)  reisend,
sah  er  sich  am  15.  Februar  gegen  Tagesanbruch  in  Roms
Mauern.  Dahin  war  ihm  der  bayrische  Gesandte  in  Paris,
Baron  von  Wendland  vorausgeeilt,  der  einstweilen  in  der  Nähe
des  Königs  verbleiben  sollte.

Wie  gewöhnlich  hatte  der  König,  bei  der  Station  Aquapendente
  von  der  Straße  abbiegend,  Orvieto  besucht.  Der  Troß
des  Gefolges  war  aber  auf  der  Haupt-Straße  nach  Monte
Fiascone  vorwärts  gegangen.  Alle  disponiblen  Pferde  dieser
Station  waren  für  den  König  bestellt  worden,  weßwegen  eine
englische  Familie  in  Monte  Fiascone  nicht  weiter  reisen  konnte.
Auf  ihre  Bitten  überließ  ihr  der  Reisemarschall  des  Königs
vier  von  den  bestellten  Pferden,  mit  denen  sie  abreiste  und
zwar  unmittelbar  hinter  dem  königlichen  Gefolge.  Die  Engländer
  wurden  von  Räubern  überfallen  und  ausgeraubt.  Es
scheint,  daß  die  Banditen  ihren  Besuch  dem  Könige  von
Bayern  zugedacht  hatten.  Der  Abstecher  des  Königs  nach
Orvieto  hatte  ihnen  einen  Strich  durch  die  Rechnung  gemacht.


Beim  Aussteigen  aus  dem  Reisewagen  ward  der  König  von
den  in  Rom  lebenden  bayrischen  Künstlern  bewillkommt.  Von
da  an  gingen  die  Ehrenbezeugungen  von  allen  Seiten  her  in
langer  Reihe  fort.  General  Goyon,  Commandant  der  französischen