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Besatzung  in  Rom,  bot  dem  König  eine  Ehrenwache  an,  was
höflich  abgelehnt  wurde.  Dann  ward  König  Max  im  Namen
des  Papstes  am  16.  Februar  Vormittags  vom  Cardinal-Staatssekretär
  Antonelli  begrüßt.  Andern  Tags  machte  er  selbst  Besuch
beim  Papste  im  Vatican  und  hielt  mit  ihm  ein  langes  Zwiegespräch.
  Pius  IX.  fuhr  dagegen  im  langen  Galazug  zu  ihm
in  die  Villa  Malta.  Auch'den  Cardinal  Antonelli  beehrte  König
Max  mit  seinem  Besuch,  ließ  sich  das  Collegium  der  Cardinäle
vorstellen  und  empfing  den  General  Goyon.  Desgleichen  besuchte
er  die  Königin  Christine  von  Spanien  und  erhielt  ihre  Gegenvisite.
  Die  schöne  Zeit  brach  an.  Der  Frühling  zog  zu  allen
Thoren  ein.  Der  Carneval  aber  war  flau,  weil  die  Polizei
keine  Masken  duldete  und  so  der  Lust  der  nationale  Schwung
abging.  Indessen,  die  Fremden  erfreuten  sich  doch  an  dem
Neuen  und  auch  König  Max  befuhr  den  Corso.

Wie  immer  war  er  freundlich  und  leutselig.  Das  beste
Wohlbefinden  erhielt  ihn  auch  bei  Heiterkeit.  Er  hörte  die
Adelaide  Ristori  und  war  der  Bewunderung  ihres  Spieles  voll;
erschien  als  Domino  habillé  auf  dem  Maskenballe  des  Herzogs
von  Zagarolo  und  tanzte  mit  der  jungen  Herzogin  und  mit
mehreren  Römerinen.  Auch  den  Ball  des  deutschen  Künstlervereins
  besuchte  er  in  dem  Gesellschaftslokal  an  der  malerischen
Fontana  Trevi.  Die  römischen  Fürsten  wetteiferten  um  die
Ehre,  den  König  in  ihren  Abendgesellschaften  zu  sehen.  Was
sie  von  musikalischen  Kräften  nur  finden  konnten,  vereinigten
sie  in  den  Soireen,  wo  dem  König  das  Erlesenste  der  Musik
vorgetragen  ward.  Wirkliche  Künstler  und  Künstlerinen  eröffneten
  ihm  das  zauberische  Reich  der  Tonpoesie,  und  Virtuosen
und  Virtuosinen,  zum  Theile  noch  in  Kinderschuhen,  führten  ihre
Seiltänze  auf  der  Geige  oder  ihre  Finger-Turnübungen  auf  dem
Piano  bis  zum  Ueberdruß  vor.

Einer  der  fleißigsten  Besucher  in  Villa  Malta  war  Goyon,

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