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lange  auf,  bis  die  Pferde  gewechselt  waren.  König  Max  war
ihm  eine  Strecke  weit  entgegengefahren.

Am  Palmsonntage  wohnte  er  der  Palmenweihe  in  St.
Peters  Dom,  und  in  der  Charwoche  den  ergreifenden  Ceremonien
in  der  Sixtinischen  Kapelle  bei.  Am  12.  April  feierte  er  in
St.  Peter  die  Auferstehung  des  Herrn.  Als  nach  dem  Hochamt
der  Papst  den  Altan  an  der  Facade  der  Kirche  erstieg  und,  unter
dem  Donner  der  Kanonen  von  der  Engelsburg  und  unter  dem
Geläute  aller  Glocken,  der  Stadt  und  dem  Erdkreise  den  Segen
ertheilte,  lag  auch  König  Max  auf  den  Knieen  wie  einer  der
Aermsten  aus  dem  Volke,  obwohl  er  auf  einem  Ehrenbalcon  der
heiligen  Handlung  beiwohnte.  Am  9.  April  betete  er  in  der
Kirche  Sant'  Isidore,  unweit  der  Villa  Malta,  in  dem  Todtenamte,
  das  er  für  die  verstorbene  Prinzessin  Theodelinde  von
Leuchtenberg  daselbst  halten  ließ.  Und  auf  die  Nachricht  von
dem  Erkranken  der  Prinzessin  Luitpold  brachte  er  die  letzten
Tage  seines  Aufenthaltes  zu  Rom  in  Zurückgezogenheit  zu.

Mehrmals  war  die  Abreise  nach  Neapel  angesetzt,  und
immer  wieder  ward  sie  verschoben.  Nur  schwer  schien  sich  der
König  von  der  ewigen  Stadt  trennen  zu  können.  Sah  er  doch
bei  jedem  Monument  alte  Erinnerungen  auftauchen,  liebe  Erinnerungen
  aus  seiner  Jünglingszeit,  massenhaft  wie  Vogelschwärme
  aus  den  Getreidfeldern  vor  der  Hand  des  Schnitters.
Endlich  machte  er  den  Abschiedsbesuch  beim  Papste,  hielt  mit
ihm  ein  langes  Zwiegespräch  und  empfing  Auszeichnungen  aller
Art.  Am  16.  April,  gerade  nach  zwei  Monaten  Aufenthalt,
verließ  er  Vormittags  Rom,  nachdem  er  noch  die  deutschen
Künstler  bewirthet  und  Unterstützungen  an  nicht  wenige  Landsleute
  zurückgelassen  hatte.  Auf  dem  Landwege  kam  er  am
17.  April,  Abends  sechs  Uhr,  in  Neapel  an,  schon  an  der
Grenze  des  sizilianischen  Königreichs,  bei  Terracina,  von  Abgesandten
  des  Königs  Ferdinand  empfangen.  Vor  seinem  Hotel

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Muller,  König  Max  II.  13

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