—  —  –  —  —

—.——..—

die  Menge  der  Menschen,  dicht  wie  ein  Bienenschwarm,  bis  tief
in  die  Nacht  hinein.  Mehremale  wurde  der  König  gerufen.
Freundlich  trat  er  an's  Fenster  und  dankte  dem  Volke,  das
ihm  einen  Sturm  von  Vive's  hinaufsandte.  Das  war  am
Freitag.  Andern  Morgens  um  zehn  Uhr  verrichtete  er  seine
Andacht  in  der  Frauenkirche  der  Vorstadt  Fonrvieres,  wo  im
Chor  ein  Betschemel  hergerichtet  war,  besah  diese  uralte  hochverehrte
  Stätte  und  stieg  sodann  auf  die  Sternwarte.  Hier  that
sich  ein  Panorama  auf,  einzig,  entzückend,  bis  zu  dem  Schneegipfel
  des  Mont-Blanc.  Ueber  die  Brücke  von  Nemours  kehrte
er  nach  der  Stadt  zurück.  Beim  Herabfahren  von  der  Brücke
brach  an  dem  Wagen  eine  Achse,  so  daß  der  König  seinen  Weg
zu  Fuß  fortsetzte,  inmitten  einer  großen  Volksmenge.  Um  eilf
Uhr  hielt  er  Heerschau  über  die  Armee  von  Lyon  und  ritt  im
Schritt  in  Generalsuniform  die  Fronten  entlang.  Jedesmal
entblößte  er  sein  Haupt,  wenn  er  an  einer  Fahne  vorüberkam.
Darnach  besichtigte  er  das  Lager  von  Sathonay,  die  Seidenfabriken,
  Museen  und  Merkwürdigkeiten  von  Lyon  und  tafelte
schließlich  mit  den  Honoratioren  der  Stadt.

Sonntag  früh  fünf  Uhr  verließ  König  Max  Lyon  mittels
Separatzug  und  traf  Abends  sechs  Uhr  (17.  Mai)  zu  Fontainebleau
  ein,  empfangen  am  Bahnhof  vom  Marschall  Magnan
und  General  Fleury,  dem  Oberst-Stallmeister  des  Kaisers.  Eine
Schwadron  Reiter  eskortirte,  wie  in  Lyon,  den  Wagen,  in  dem
der  König  nach  dem  Schlosse  fuhr.  Im  Schloßhofe  machte  ein
Garde-Grenadier-Bataillon  Spalier.  Eine  Abtheilung  Cent-Gardes
  war  auf  den  Stufen  der  „Hufeifentreppe“  aufgestellt.
Sobald  der  königliche  Zug  sichtbar  ward,  ging  Napoleon  III.,
gefolgt  von  seinen  Palastoffizieren,  dem  König  bis  an  den  Juß
der  Treppe  entgegen  und  führte  ihn  zur  Kaiserin,  welche  ihn
inmitten  ihrer  Hofdamen  oben  an  der  Stiege  erwartete.  Nach
beendigter  Vorstellungs-Ceremonie  führte  der  Kaiser  selbst  seinen