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Günftes  Kapitel.

Alpenwanderung.  —  Ein  Alillagemahl  auf  dem  Wendelllein.  —  Reilse  in

Fransien.  —  Aicht  nach  Spanien.  —  Am  Gensersee.  —  Am  Grabe  Schel.

linge  —  Zusammenlinnst  in  Baden-Baden  mil  Aaposeon.  —  In  Werlin.

—  Waslserkur  in  Gräsenberg.  —  Besuch  des  Kaisers  von  Cesterreich  daselbst.

—  Ruͤckkehr.  —  Felllichsieiten  in  Halzburg.  —  Htillseben.  —  Craubencur

in  Durliheim  und  Nlannheim.  —  Besuch  in  Koblenz  und  Frankfurt.  —
Anlerllützungen.

In  Jahre  1858  machte  der  König  mannigfache  Reisen
in  seinem  eigenen  Lande.  Namentlich  besuchte  er  die  Rheinpfalz
im  Juni  und  unternahm  eine  große  Gebirgswanderung  in  den
bayrischen  Alpen,  nachdem  er  am  20.  Juni  Abends  aus  der  Pfalz
in  Lindau  eingetroffen  war.  Theilnehmer  waren:  General  von
der  Tann  und  die  Professoren  v.  Kobell,  Bodenstedt  und  Riehl,
Graf  Pappenheim,  Graf  Ricciardelli  und  Baron  Leonrod.  Zuvörderst
  ward  von  Lindau  aus  ein  Abstecher  nach  dem  Schlosse
Arenenberg  in  der  Schweiz,  einer  Besitzung  des  jetzigen  Kaisers
Napoleon,  gemacht.  Auch  Prinz  Lnitpold  begleitete  seinen  königlichen
  Bruder  dahin.

Nach  der  Rückkehr  begann  die  Wanderung  von  Bregenz
  aus  am  24.  Juni.  Die  Reisegesellschaft  —  Prinz
Luitpold  war  nicht  von  der  Partie  —  durchzog  das  ganze
Gebirge,  fast  alle  Gipfel  besteigend,  bis  Berchtesgaden.  Zur
Erleichterung  der  Wanderer  dienten  kleine  Reitpferde  norwegischer
  Race.

Manchmal  war  das  Wetter  rauh  und  eisige  Schneeluft
blies  zuweilen  auf  den  Alpenhäuptern.  In  Alphütten  wurde
übernachtet.  Auf  dem  Wendelstein  dinirte  der  König  am  15.  Juli
auf  der  Zeller-Alpe.  Der  König  sagte:  „Wie  hübsch,  wenn  die
Königin  ein  Bild  davon  hätte.“  Es  ward  ihm  erwiedert,  daß
ein  Photograph  aus  München  da  sei.  Denn  der  hatte  die

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