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Bayreuth!)  und  Erlangen  beigewohnt  hatte,  begleitete  er
die  Königin  über  Berlin  nach  Schloß  Fischb  ach  im  preußischen
Schlesien  und  begab  sich  dann  selbst  über  Breslau  nach  Gräfenberg
  im  österreichischen  Schlesien  zum  Gebrauche  der  Kaltwasser-Kur.
  In  Dresden  hatte  er  einen  kurzen  Aufenthalt  genommen,
um  der  königlichen  Familie  in  Pillnitz  einen  Besuch  abzustatten
und  dem  sächsischen  Minister  v.  Beust  in  Sachen  der  deutschen
Angelegenheiten  eine  Audienz  zu  ertheilen.  Auch  in  Berlin  hatte
er  einige  Tage  verweilt,  den  Gelehrten  seiner  Bekanntschaft  seine
Achtung  bezeigt  und  die  größte  Anfmerksamkeit  den  im  Werden
begriffenen  Bauten  zugewendet.

In  Gräfenberg  führte  er  ein  Stillleben.  Ruhe  that
ihm  noth.  Der  politische  Marktplatz  hatle  seine  Nervenkräfte
übermäßig  aufgeregt.  Bald  ward  ihm  wohler  unter  der  Behandlung
  nach  den  Grundsätzen  des  genialen  Priesnitz.  Mit
großem  Interesse  sprach  er  von  der  Wasserkur,  und  es  stand
von  ihm  ein  mächtiger  Impuls  zur  Errichtung  einer  Klinik  für
Hydriatrik  in  München  zu  erwarten.  Froh  und  heiter  wandelte
er  auf  den  einsamen  Pfaden  der  Gebirgshöhen,  wo  die  Stille
der  Natur  nur  durch  das  Rieseln  der  QOnellen  unterbrochen
wird.  Aber  die  durch  die  Zusammenkunft  des  Kaisers  von
Oesterreich  mit  dem  Prinz-Regenten  von  Preußen  in  dem  böhmischen
  Städtchen  Töplitz  erregten  Wellen  der  deutschen  Politik
trieben  ihre  Kreisel  bis  in  die  Stille  der  schlesischen  Berge,
indem  der  Kaiser  auf  der  Rückkehr  von  Töplitz  mit  dem  Könige
von  Bayern  in  Gräfenberg  zusammenkam  (29.  Juli.).  Darauf
reiste  König  Max  ab,  zwei  Tage  in  Breslau  verweilend,  wo  er
den  botanischen  Garten  mit  Interesse  besichtigte  und  eine  blühende
Orchidee  zum  Geschenke  erhielt.  Am  10.  August  Abends  traf

1)  Es  war  zur  Feier  der  fünfzigjährigen  Vereinigung  jener  Städte
mit  der  Krone  Bayern.  Die  Bayreuther  hatten  dem  König  ein  Standbild
von  Erz  errichten  lassen.

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