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er  in  München  ein.  Die  Königin  war  ihm  von  Berlin  aus
vorausgeeilt.  Auf  allen  bayrischen  Eisenbahnstationen  wurde  er
festlich  empfangen.  In  München  schmückten  sie  am  Bahnhofe
seinen  Wagen  mit  Blumen  und  erfüllten  die  Straßen  mit  Beifallsrufen
  —  als  Dankesausdruck  für  seine  gelungenen  Bemühungen
  der  Wiedervereinigung  der  deutschen  Fürsten.

Nun  riefen  ihn  wieder  die  Festlichkeiten  der  Eröffnung  der
Wien-Münchner  Eisenbahn  nach  Salzburg.  Hier  wohnte  er
mit  dem  Kaiser  von  Oesterreich  der  Einweihung  der  Bahn  und
dem  Festmahle  am  12.  August  bei  und  erwiederte  den  Toast  des
Kaisers.  ")  Nachdem  auch  die  an  deu  Besuch  der  kaiserlichen
Gäste  in  München  sich  anknüpfenden  Festlichkeiten  verrauscht
waren,  flüchtete  sich  der  König  in's  Hochland,  sah  am
30.  September  das  Passionsspiel  in  Oberammergau  mit  an
und  kehrte  nach  München  nur  zum  Oktoberfeste  zurück,  während
dessen  er  den  König  von  Würtemberg  als  Gast  hatte.  Am
9.  Oktober  begab  er  sich  in  den  Spessart  zur  Jagd  und  von
da  über  Darmstadt  nach  Dürkheim  in  der  Pfalz  zur  Traubenkur
  (12.  Oktober.)  In  der  anmuthigen  Landschaft  verlebte  er,
von  herrlicher  Witterung  begünstigt,  den  Herbst  in  Ruhe  und
Wohlbefinden.  Hauptsächlich  aber  war  es  ihm  darum  zu  thun,
der  unter  den  Protestanten  in  der  Pfalz  herrschenden  Unzufriedenheit,
  die  in  der  sogenannten  Gesangbuchsfrage  gipfelte,  auf
den  Grund  zu  kommen.  Er  ermahnte  persönlich  zur  Eintracht
und  setzte  nach  seiner  Rückkehr  nach  München  dem  allzugroßen
Eifer  der  protestantischen  Kirchenbehörden  in  Wiederherstellung
der  Kirchenzucht  einen  Dämpfer  auf.

Zur  Abwechslung  begab  er  sich  am  1.  November  auf
einige  Tage  nach  Mannheim,  sah  im  Hoftheater  die

1.
1)  Biele  phantasirten  damals  im  Festdusel,  nun  sei  die  Verbrüderung
zwischen  Bayern  und  Oesterreichern  durch  eiserne  Bande  auf  ewig  geknüpft!

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