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Wohlthätigkeit  und  sogar  Religion  durch  Gesellschaften  —  Clubs
—  repräsentirt.  Die  Freundlichkeit  des  kunstsinnigen  Monarchen
verfehlte  ihre  Wirkung  nicht  auf  die  froschblütigen  Niederländer.
Sie  stellten  ihm  ein  Dampfschiff  zur  Verfügung.  An  dessen
Bord  machte  er  eine  Spazierfahrt  auf  dem  Jj  (sprich  Ei).
Wenn  der  Himmel  heiter  ist,  was  er  freilich  in  Holland  nicht
gerne  thut,  so  ist  die  Fahrt  auf  dem  Meerbusen  ergötzlich.  Nun,
der  Himmel  war  so  gefällig  bei  der  Fahrt  des  Königs  die
freundlichste  Miene  zu  machen,  und  der  König  erlangte  einen
hohen  Genuß.  Stadt  und  Hafen  und  Werft  lag  in  schöner
Beleuchtung  an  dem  Wasserspiegel,  alles  durchsichtig  und  klar,
in  grelle  trockene  Farben  gesetzt,  grüne  Kirchthürme,  rothe  Schieferdächer,
  schwarze  betheerte  Schiffsbäuche.  Auf  dem  die  Fluth  kräftig
pflügenden  Dampfer  sah  man  ringsum  Schiffe  mit  ausgespannten
Segeln  auf  dem  weiten,  weiten  Wasserfelde,  und  hoch  zu  Häupten
des  Schiffes  wiegten  sich  hoch  die  Seemöven  mit  ausgebreiteten
Schwingen  in  den  Lüften.

Am  17.  August  hatte  der  König  Scheveningen  verlassen
und  war  am  19.  in  Antwerpen  angekommen.  Obwohl  im
strengsten  Incognito  reisend,  ward  er  bei  seiner  Ankunft  am
Bahnhof  von  deutschen  Künstlern  achtungsvoll  bewillkommt.  Auch
den  Festlichkeiten  des  gerade  in  der  Stadt  versammelten  Künstler-Congresses
  wohnte  er  bei,  blieb  aber  nur  einen  Tag  und  langte
am  21.  in  Brüssel  an,  wo  er  sofort  den  Besuch  des  Herzogs
von  Brabant  empfing.  Dann  ging  er  nach  Ostende,  überraschte
daselbst  den  König  von  Preußen  mit  dem  Großherzog  von  Baden
bei  der  Tafel  (23.  August)  und  kam  über  Köln,  wo  er  die
allgemeine  deutsche  Kunst-Ausstellung  im  Museum  Wallraf-Richartz
  und  den  Dom  besuchte,  am  26.  in  Wiesbaden  an,
um  dem  König  der  Belgier  seine  Aufwartung  zu  machen.  Am
28.  August,  drei  Uhr  Nachmittags,  traf  er  in  Augsburg  ein
und  zeigte  dem  gleichfalls  angekommenen  König  von  Sachsen