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gut,“  sagte  der  König,  „wir  werden  den  Jäger  erwarten  und  ich
werde  ihn  bitten  sein  Mahl  mit  mir  zu  theilen  gegen  Bezahlung
meiner  Zeche.“  Der  Jäger  nahm  den  Vorschlag  des  Königs,  der
sich  nicht  als  solchen  nannte,  günstig  auf,  man  ging  zu  Tisch  und
aß  und  trank  und  trennte  sich  später  in  aller  Freundschaft.:)

Der  Rest  des  Weges  bis  Civitavecchia  ward  in  dem
Wagen  des  bayrischen  Gesandten,  der  dem  König  entgegengefahren
  war,  ohne  weitere  Abenteuer  am  13.  Oktober  Morgens
zurückgelegt.  Sein  Gefolge  harrte  dort  in  banger  Erwartung;
denn  es  war  schon  den  Tag  zuvor  zu  Schiffe  angelangt.  Um
ein  Uhr  Mittags  fuhr  der  Separatzug  des  Königs  in  den
Centralbahnhof  in  den  Thermen  des  Diocletian  zu  Rom  ein.
Daselbst  wurde  der  König  Max  von  dem  entthronten  König
Franz  von  Neapel  nebst  Gemahlin,  sowie  von  zwei  Cardinälen
Namens  des  Papstes  empfangen.  Er  bezog  wieder  die  Villa
Malta,  das  Eigenthum  seines  Vaters,  und  machte  am  andern
Tage  dem  Papste  Aufwartung  im  Vatican.  Bald  darauf  empfing
er  dessen  Gegenbesuch.

Es  ist  ergötzlich,  welche  Albernheiten  die  Turiner  Blätter
über  den  Aufenthalt  des  kranken  Monarchen  zu  Tage  förderten.
Sie  wußten  genan,  der  Zweck  der  Reise  sei  die  Abschließung
einer  geheimen  Convention  mit  dem  päpstlichen  Stuhle  über
Truppenlieferungen  und  über  ein  Anlehen.  Mehrere  tausend
Bayern  sollten  verkleidet  über  Triest  nach  Rom  spedirt  werden.
Sie  machten  den  König  Max  zum  Vater  der  Königin  Marie
von  Neapel  und  berichteten  umständlich  die  rührende  Scene  des
Wiedersehens  im  Bahnhofe  zu  Rom  zwischen  Vater  und  Tochter.
Freilich  kann  man  sagen,  daß  die  Königin  von  Neapel  bei  ihm
ein  großes  Maß  von  Nachsicht  in  Anspruch  genommen  hat.

!)  Diese  Anekdote  ward  der  Augsb.  Allg.  Zeitung  als  verbürgt  gemeldet;
  auch  englische  Blätter  euthielten  sie.

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