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jetzt  das  dänische  Joch  über  den  Herzogthümern  von  ihren  unfreiwilligen
  Befreiern  zerbrochen  ist,  ist  nicht  thatsächlich  der  Marmorsarg
  des  Königs  Max  II.  von  Bayern  den  Herzogthümern
zum  Eckstein  der  Freiheit  geworden?

Dem  Auslande  gegenüber  hat  König  Max  II.  stets  die
deutschen  Interessen  vertreten.  Er  achtete  persönlich  den  Kaiser
Napoleon  III.  und  hat  dies  bei  vielen  Gelegenheiten  ungescheut
an  den  Tag  gelegt.  Wir  erinnern  nur  an  seine  Reise  im
Jahre  1857.  Doch  hat  man  ihm  mit  Unrecht  einen  angeblichen
Briefwechsel  mit  dem  Kaiser  der  Franzosen  zum  Vorwurf  gemacht.
  Dieser  Briefwechsel,  wenn  man  so  will,  hatte  nie  etwas
anderes  als  die  unglücklichen  Verhältnisse  Griechenlands  zum  Gegenstande.
  Wenn  auch  der  König  der  Person  des  Kaisers  Aufmerksamkeiten
  erwies,  so  stimmte  er  doch  dessen  politischen  Prinzipien
nicht  bei,  und  es  kann  den  König  als  Mensch  nur  um  so  höher
stellen,  daß  er  den  vorhandenen  politischen  Gegensatz  nicht  auf
die  Person  übertrug.  Wenn  gleich  Napoleon  die  Incarnation
der  Volkssouveränetät  ist,  so  hat  dies  doch  die  persönlichen  Beziehungen
  des  Königs  nicht  beeinträchtigt,  und  er  stellte  sich
trotz  diesen  entschieden  auf  die  Seite  Oesterreichs  und  des  deutschen
  Bundes  gegen  Napoleons  Politik  in  Italien.

In  der  inneren  deutschen  Politik  des  Königs  aber  sehen
wir,  nachdem  die  Frage  der  staatlichen  Einigung  Deutschlands
Bemühen  eine  gleichheitliche  Rechtspflege,  gleichheitliche  Regelung
der  Ansässigmachung  und  der  Auswanderung  in  allen  deutschen
Ländern  zu  schaffen.  Und  hat  denn  nicht  König  Max  der  allgemeinen
  deutschen  Industrie-Ausstellung  den  ersten  wahrhaftigen
Glaspalast  errichten  lassen  und  so  ein  Gesammtbild  deutschen
Geistes  und  deutscher  Hand  der  Welt  zuerst  vorgehalten?  „Ich
hoffe,  daß  die  deutsche  Vereinigung,  welche  im  Glaspalaste
repräsentirt  ist,  nicht  bloß  vorübergehend,  sondern  dauernd  in

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