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milderem  Grün.  Musaceen  stehen  am  Boden  unten,  buschartig
klein,  und  daneben  die  Banane  mit  den  seidenartig  glänzenden
Riesenblättern,  deren  Urheimath  die  semitische  Sage  an  den
Euphrat  in  das  verlorne  Paradies  versetzt.  Mexicanische  Mimosen
mit  den  zart  gefiederten  Blättern,  Italiens  Lorbeer=  und  Myrtenbüsche,
  Indiens  Rhododendren,  tropische  Liliaceen  beider  Erdhälften,
  Südamerika's  Arancarin,  dabei  ein  ernster  Drachenbaum
  von  recht  fremdartigafrikanischem  Aussehen,  Japans  und
Chinas  herrlichste  Camellien  und  dann  Palmen,  die  „Könige  der
Gräser“  vereinigen  sich  zum  lebendigen  Riesenstrauße.  Aber
zwischen  den  farbenstolzen  Ausländern  blicken  auch  unsere  heimischen
  Pflanzen  hervor:  die  bescheidene  Lilablume  des  Holderbaums,
Veilchen,  Primeln  und  Schneeglöckchen  und  Alpenrosen.  Rothe
Erdbeeren  reifen  neben  Goldorangen.  Alle  Kinder  Flora's  sind
da.  Die  Blumengöttin  selbst  hält  hier  Hof.  Die  Semiramis
hat  es  nicht  so  gehabt  und  doch  rechneten  die  Alten  ihre  „schwebenden
  Gärten“  zu  den  Wundern  der  Welt.

Eine  frische  Wiese  ist  auch  da,  und  dies  ist  kein  geringes
Kunststück  der  Gärtnerei,  weil  die  Gräser  ihren  Winterschlaf
nur  sehr  ungern  missen.  Um  die  Wiese  schlängeln  sich  zwischen
Pisang  und  Myrtenbüschen  reinliche  Kieswege  mit  Sitzbänken.
Am  Ende  der  Wiese  zählt  ein  Brunnen  seine  Wasserperlen
plätschernd  in  ein  von  Hyacinthen,  Tulpen  und  Marmorstatuetten
umrahmtes  Becken,  in  dem  Fische  spielen.  Dahinter  steht  erhöht
  eine  osfene  Gartenlaube  mit  Ruhesitzen.  Am  andern  Ende
des  Gartens  —  gegen  die  Schloßseite  —  ist  ein  grüner  Hügel.
Ein  Pfad  führt  zu  dem  Glas-Pavillon  droben,  worin  ein
Sopha  und  ein  Schreibpult  stehen.  Von  da  ist  der  Ueberblick
des  Gartens  entzückend.  "

Zum  Plätschern  der  Fontäne  singen  frei  umherfliegende
Natursänger:  Nachtigallen,  Drosseln,  Amseln,  Kanarienvögel.
Der  Baum,  auf  welchem  das  erste  Kanarienpärchen  nistete,

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