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Schon  früher  hatte  er  Schelling  in  dessen  Todesort  Ragatz  in
der  Schweiz  ein  Denkmal  gesetzt.

Thatsache  ist  —  nur  das  wollen  wir  feststellen  —  daß
König  Max  II.,  seinen  früheren  Sekretär  August  v.  Wendland
bis  an  sein  Lebensende  mit  Wohlwollen  überhäuft  hat.  Der
König  erhob  ihn  1853  in  den  erblichen  Freiherrnstand  des
Königreichs  und  zog  die  gütige  Hand  nimmer  von  ihm  ab,  so
daß  Wendland  an  ihr  die  höchste  Ehrenstelle  eines  Gesandten
am  französischen  Hofe  mit  großem,  sehr  großem  Einkommen
hat  erklimmen  können.  Auf  allen  größern  Reisen  durfte  er  den
König  begleiten.  Als  er  in  den  fünfziger  Jahren  in  München
schwer  krank  lag,  saß  der  König  täglich  stundenlang  an  seinem  Bette
und  las  ihm  vor.

Brittes  Kapitel.

„Ho  gibt'e  Keinen  Herrn  mehr!“  —  Der  Konig  sahzornig.  —  Zartheit
der  Gesinnung.  —  Der  ungluckülichste  Landwehr  -  Kommandant.  —  Ein
„schon'e  Buckierl“  wollte  sie  machen.  —  Bergnügungen  des  Konigs.  —
TLieblingeschrisisteller.  —  Jagdlust.  —  Der  Kouig  im  Gebirge.  —  Der
Kaiserbrunnen.  —  Der  Konig  als  Gemosäger.  —  Schügzenseste.  —  Am
Abend  nach  der  Jagd.  —  „Derr  Kini,  koa  Wei  ie  nit  da.“  —  Der  verschwundene
  Gemobock.  —  Abenteuer  auf  dem  Lochliopf.  —  Jagdbeute  des
Konige.  —  Hein  erster  und  letzter  Hirsch.  —  Die  Crauer  der  Verge.

E.  ist  ein  gutes  Zeichen,  wenn  das  Gesinde  seine  Herrschaft
  lobt.  Auf  die  Frage,  welches  wohl  die  hervorragendste
gute  Eigenschaft  des  Königs  Max  II.  gewesen  sei,  erhielten  wir
von  seinen  Dienern  in  den  meisten  Fällen  die  Antwort:  „Ol  er
hatte  alle  Tugenden,  so  gibt's  keinen  Herrn  mehr.“

Der  König  war  sehr  jäh  zornig.  Dies  hing  mit  seinem
Nervenleiden  zusammen.  Er  kannte  seine  Geneigtheit  zum  Aufbrausen
  und  darum  bekämpfte  er  sie.

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