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Männern,  die  beim  Jagen  beschäftigt  waren.  Es  wurde  darum
auch  überall  freudig  begrüßt,  daß  der  Herr  gerne  jage.  Mit
seinem  Erscheinen  kam  ja  die  Hoffnung  auf  Erfüllung  so  mancher
Wünsche.  Wo  Noth  und  Unglück  sich  kund  gab,  fehlte  seine
Hülfe  nicht.  Auch  der  geringste  Mann  wurde  dabei  berücksichtigt
und  ich  wüßte  viele  Fälle  zu  erzählen  —  sagt  Professor  Fr.
v.  Kobell  !)  —  wo  der  Herr  unaufgefordert  den  überraschten
Betheiligten  den  trüben  Himmel  klärte.

Der  König  liebte  seine  Bayern,  so  recht  wie  ein  Vater
seine  Kinder  liebt,  und  darum  wollte  er  besonders  die  gesunde
Denkweise  und  den  heitern  Sinn,  wie  sie  im  Gebirge  heimisch,
nicht  verkommen  lassen.  Und  wie  die  ernsten  Dinge  seine  Sorge
beschäftigten,  so  war  er  auch  bedacht,  zu  Fest  und  Freude  mitzuwirken.
  Er  stiftete  unter  andern  die  Königsschießen  und
ließ  durch  Kobell  die  schönsten  oberbayrischen  Volkslieder  sammeln
nebst  ihren  Weisen  nach  Noten,  und  noch  dazu  mit  Holzschnitten
versehen  nach  Zeichnungen  von  Namberg's  Meisterhand.  Das
schöne  Büchlein?)  wurde  in  den  Senn=  und  Jagdhütten  mit
Jubel  empfangen.  Vor  allen  die  „Singerinen“  freuten  sich
daran  und  brachten  die  Lieder  zu  neuem  Leben.  Denn  viele
von  ihnen  hatten  beim  Chorsingen  in  der  Kirche  die  Noten  kennen
gelernt  und  wußten  die  Singweisen  andern  mitzutheilen.  Gab
es  dann  Gelegenheit,  so  sangen  sie  dem  König  bei  einem  Alpenbesuch,
  bei  einer  Kirchweih  oder  Jagdfahrt  und  es  gewährte  ihm
Freude,  wenn  sie  ihre  Freude  in  lautem  Juchzen  kundgaben,
daß  die  Berge  wiederhallten.

))  Vgl.  „Ein  Erinnerungsblatt  an  König  Maximilian  II.“  München,  1861.
2)  Unsers  Wissens  ist  das  Büchlein  nicht  im  Buchhandel  erschienen.  Der
König  verscheulte  es,  schön  gebunden,  mit  Goldschnitt  versehen.  Wir  heben  aus
der  Widmung:  „An  die  Landsleut  in  die  Berg“  nur  die  eine  Strophe  aus:
„Und  weil  der  Kini  die  Gsangln  liebt
Und  weil  er's  gern  thuat  hörn,
So  will  er  Enk  dees  vLiederbuach
Als  Andenka  verehrn.“

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5hrs
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