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Hetzjagden  dagegen  auf  ebenem  Boden  verachtete  er  als  eine
Thierquälerei,  an  der  sich  nur  ein  gemeines  Gemüth  ergötzen  mag.

Herunt'n  leicht  Jaaga  d'erfragst

Auf  Henna  und  Has'n  und  Füchs,

Wo  drob'n  aber  's  Edelweiß  wachst,

Da  tang'n  die  Mehrern  nix,

Aber  i'  bi'  dabei,

Denn  wie  höcher  wie  lieber,  dees  is

Mei'  Spruch  allewei.

Es  ist  schon  darauf  hingewiesen  worden,  wie  der  König
stets  bestrebt  war,  das  Angenehme  mit  dem  Ernsten,  die  Erholung
  und  das  Lernen  miteinander  zu  verbinden,  um  Zeit  zu
gewinnen.  Daher  waren  bei  den  Jagden  manche  Leute,  die
keine  Büchse  zu  handhaben  wußten:  Gelehrte  und  Dichter.  Wo
es  möglich  war,  wurde  das  Jagdmahl  im  Freien  gehalten  und
dabei  kamen  die  Jagdabenteuer  auf  das  Tapet.  Wurde  ein
besonderer  Fall  in  launigen  Versen  vorgebracht,  so  war  das
dem  König  besonders  ergötzlich.  Der  Hubertustag  wurde  immer
mit  einem  gereimten  Spruch  gefeiert.  Aber  während  die  Schützen
perlenden  Wein  austranken,  hielt  sich  der  König  an  die  Bergquellen,
  die  auch  gut  sind.  Höchstens  trank  er  ein  Glas  Champagner.

Die  Abende  wurden  bei  der  Cigarre  zum  Theil  mit  Vorlesen
  ausgewählter  Literaturstücke:  Gedichte,  Novellen,  Reisebeschreibungen
  u.  s.  w.,  zugebracht.  Gern  hörte  der  König  die
Ortssagen  erzählen  und  gab  Veranlassung,  daß  sie  in  einem
eigenen  Werke  von  Schöppner  gesammelt  wurden.  Ehe  er  sich
zur  Nachtruhe  vor  zehn  Uhr  zurückzog,  wurde  die  Jagdordnung
für  den  folgenden  Tag  besprochen.  So  ging  denn  mehrere
Tage  hintereinander  das  Jagen  fort,  wenn  das  Wetter  schön
war.  Manchmal  auch,  wenn  schon  Schnee  lag,  wobei  jedoch  der
König  immer  zuvor  das  Gutachten  des  Forstmeisters  erholte,  ob
es  ohne  Gefahr  für  die  Treiber  geschehen  könne.