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schüchternen  Jägersmann  die  Besorgniß,  der  König  könne  sich
den  Hahn  verderben,  und  weil  keine  Zeit  zu  verlieren  war,
umschlang  er  gedankenschnell  den  König  mit  beiden  Armen  und
hielt  ihn  fest,  bis  der  Falz  erlaubte,  ihm  die  Mahnung  zuzuflüstern,
  nicht  weiter  zu  gehen.  Der  König  erzählte  den  Vorfall
selbst  bei  der  Zusammenkunft  der  Schützen  mit  großer  Heiterkeit.

Im  Ganzen  hat  König  Max  II.  einhundertundeilf  Hirsche
(darunter  zwei  Vierzehnender,  sechs  Zwölfender,  neunzehn  Zehnender),
  einhundertundsieben  Stück  Wild  und  Kälber  und  vierhundertundsiebenundzwanzig
  Gemsen  erlegt.  Die  Haupt-Hirschjagd
  war  in  Berchtesgaden;  die  Haupt-Gemsenjagd  in  Hohenschwang,
  Graswang  und  Ettal.  Im  Jahre  1859  erlegte  er
allein  einhundertunddrei  Gemsen.  Den  ersten  Hirsch  hat  er  als
Kronprinz  im  Jahr  1830  am  Springelwurf  im  Revier  Berchtesgaden
  geschossen,  den  letzten  im  Herbst  1863  ebendort  bei
der  Fischunkeljagd.  Jetzt  trauern  die  Berge.

Und  vom  Watzmann  hint'  bis  zum  Zugspitz  für
Geht  dees  traurige  G'sagets,  wia  Dunner  schier,
Und  Berg'  klag'nt  scharf  um  den  Herrn!

Er  hat  ja  aa  mög'n  die  Berg  so  viel  geru!!)

X

)  Aus  dem  Gedichte  von  K.  S.  „Die  boarischen  Berg'  an  unsern
Kini  Max,“  abgedruckt  im  Morgenblatt  der  Bayerischen  Zeitung  Nr.  Z3,
Jahrg.  1860  1.

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