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„Maximiliansorden  für  Wissenschaft  und  Kunst,“  um
hervorragenden  Leistungen  in  diesen  beiden  Gebieten  eine  besondere
  Auszeichnung  zu  gewähren.  In  erster  Linie  ist  der
Orden  für  deutsche  Gelehrte  und  Künstler  bestimmt.  Die  Liste
der  mit  dem  neuen  Orden  Geschmückten  bewies,  daß  nur  Verdienst
  und  Talent  —  es  waren  fünfzig  Männer  —  gewürdigt
würden,  ohne  Ansehung  der  Meinungen..)

Später  ward  noch  eine  „Maximiliansmedaille“  gestiftet,
  welche  mit  einem  bedeutenden  Geldpreise  jedes  Jahr  den
Verfassern  der  vier  besten  Werke  auf  dem  Gebiete  der  Staatswissenschaft,
  Geschichte,  Philologie  und  Naturwissenschaft  zuerkannt
  werden  soll.  Auch  als  Preis  für  die  Lösung  einer  vom
Könige  zu  stellenden  wissenschaftlichen  Aufgabe  wurde  die  Medaille
  zugleich  mit  der  ausgesetzten  Summe  bestimmt.  Das
Richteramt  übte  das  Kapitel  des  Maximiliansordens  aus.

Zunächst  wendete  der  König  seine  Fürsorge  der  bayrischen
Geschichte  speciell  zu.  Er  schuf  1855  eine  archivalische  Commission
  aus  den  Vorständen  der  Staats-Bibliothek  und  des
Reichsarchivs  (Föringer  und  Rudhart),  denen  mehrere  Mitarbeiter
  beigegeben  waren.  Ueber  die  Vorschläge  dieser  Commission
referirte  Anfangs  Dönniges  dem  König,  später  that  es  Löher.
Diese  Beiden  brachten  ebenso  die  Beschlüsse  des  Königs  an  die

)  Das  Ordenszeichen  besteht  aus  einem  dunkelblau  emaillirten
gothischen  Kreuz  mit  weißem  Rande  und  vier  Strahlen  in  den  Winkeln,
umgeben  von  einem  goldenen  Kranze  von  Lorbeer  und  Eichenlaub.  Die
Mitte  des  Kreuzes  wird  von  einem  gekrönten  Schilde  gebildet,  auf  dessen
einer  Seite  das  Bildniß  des  Stifters  mit  der  Umschrift:  „Maximilian  II.,
König  von  Bayern,“  auf  der  andern  Seite  für  die  Abtheilung  der  Wissenschaft
  das  Symbol  der  Eule  mit  einer  Rolle,  für  die  Abtheilung  der  Künste
das  Symbol  des  Pegafus  mit  der  Hyppokrene  und  der  Unschrift:  „Für
Wissenschaft  und  Kunst“  sich  befindet.  Auf  der  einen  Seite  des  Kreuzes
zeigen  die  Worte:  „28.  Nov.  1853“  den  Stiftungstag  an.  Auf  dem
Kreuze  ruht  eine  goldene  Königskrone.  Das  Ordenszeichen  wird  an  einem
dunkelblauen  Bande  mit  weißer  Randeinfassung  um  den  Hals  getragen.

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