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Sechste  Ibtheilung.
Die  Kunstschöpfungen  und  Bauten  des  Königs
Max  II.

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Einleitung.  —  Hinlorische  Gallerie.  —  Ihr  Zweck.  —  Aalionalmuleum.
—  Willelsbacher  Museum.  —  Nalionale  Kunstrichlung  —  Aeuer  Vaustus.
—  Magqimiliansstraße.  —  AMaaqimilianeum.  —  Gasteig.  —  Anlagen.  —
Hinnbild.  —  Billa  in  Verchlesgaden.  —  Moseninsel.  —  Cheater.  —  Slalue
des  heiligen  Dionysius  in  Paris  —  Kanzel,  Glocie,  Dom  und  Denkimäler.
—  Tonletzkunst.  —  Dramalische  Voesie.  —  Der  Tonig  und  das  arme
Mütterchen.  —  Der  erste  Genius  in  der  „Bauberslole.“

Aenn  Kenntniß  Macht  und  Reichthum  ist,  so  erzeugt

Unwissenheit  Unmacht  und  Armuth.  Die  Geschichte
beweist  es  in  einer  Menge  von  Beispielen,  angefangen  von  der
welterobernden  Kulturmacht  des  kleinen  Hellas  im  Alterthum  bis
zur  kulturgeschichtlichen  Unbedeutendheit  des  großen  Rußland  in
der  Gegenwart.  Bayerns  politisches  Ansehen  in  Deutschland
seit  dem  Anfange  dieses  Jahrhunderts  ging  über  den  Umfang
seiner  physischen  Macht  hinaus  und  dieses  Mehr  ergab  sich  aus
der  Anbahnung  der  bürgerlichen  Freiheit  unter  Max  Joseph
und  aus  der  großartigen  Pflege  der  Kunst  unter  Ludwig  I.
„Ich  will  aus  München  eine  Stadt  machen,  die  Deutschland  so
zur  Zierde  gereichen  soll,  daß  Keiner  Deutschlaud  kennt,  wenn
er  nicht  München  gesehen  hat.“  Das  hat  vudwig  I.  einst  als
Kronprinz  in  Rom  verheißen  und  als  König  wahr  gemacht.
Max  II.  hat  Bayern  zu  einem  Musterstaate  der  Gesetzgebung
in  Deutschland  gemacht  und  den  Wissenschaften  eine  Stätte
bereitet.  Daß  München  heute  noch  an  Bedeutsamkeit  der  bildenden
  Kunst  überragt,  ist  das  Werk  des  Königs  Ludwig;  daß  es

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