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gerichte  dem  Plane  des  Professors  Wilhelm  Stier  in  Berlin
zuerkannt.  Aber  Millionen  Gulden  hätte  es  gekostet,  um  nach
diesem  Plane  zu  bauen.  Darum  ward  der  Bau  nach  einem
Plane  des  Oberbauraths  Bürklein  unternommen,  dem  überhaupt
  die  Oberleitung  des  Baues  der  ganzen  Maximiliansstraße
übertragen  worden  ist.  Das  Maximilianeum  erhält  die  erwähnte
  „historische  Gallerie“  in  Oelbildern  von  den  angesehensten
  Malern  der  Gegenwart  und  die  Büsten  berühmter  Männer
  aus  der  Geschichte  aller  Zeiten  und  Völker.  Der  König
hat  die  Vollendung  des  großartigen  Werkes  nicht  erlebt,  aber
in  einer  am  16.  April  1860  errichteten  Stiftung  wurde  der
Ansbau  des  Gebäudes  bestimmt  und  der  Anstalt  die  Summe
von  achtmalhunderttausend  Gulden  als  Dotation  überwiesen.)
Der  hintere  Theil  ist  bereits  bewohnt.

Bezeichnender  Weise  steht  an  dem  Anfang  der  Maximiliansstraße
  ein  Tempel  der  Kunst,  am  Ende  ein  Kolossal-Asyl
der  Bildung  und  Wissenschaft,  in  der  Mitte  aber  der  nach  Bürklein's
  Plan  erbaute  Palast  der  Regierung  von  Oberbayern  und
das  Gebäude  des  Nationalmuseums  mit  der  Aufschrift:

„Meinem  Volke  zu  Ehr  und  Vorbild.“

Der  Prachtbau,  fünfhundert  Fuß  lang,  lobt  seinen  Baumeister,
  den  Hof-Bau-Juspektor  Riedel,  der  auch  den  Plan  erdacht
  hat.

Auf  der  Anhöhe  des  Gasteigs  aber  zieht  sich  von  dem
Maximilianeum  an,  alle  Erhebungen  und  Senkungen  des  steilen,
da  und  dort  durch  Bäche  eingeschnittenen  Ufers  benützend,  eine
parkähnliche  Anlage  bis  zum  Dorfe  Neuberghausen,  wo  sie  an
einem  anderen  Werke  endet,  das  gleichfalls  das  Andenlken  seines
Stifters,  des  Königs  Max  II.,  im  Segen  der  Nachwelt  erhalten

!)  Ueber  die  Organisation  der  Anstalt  gibt  Pözl's  Rede  am  Stiftungstage
  der  Ludwigs  Maximilians  Universität  Aufschiuß.

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