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ist  ein  Geschenk  des  Königs  an  München.  Alle  diese  Unternehmungen,
  die  Anlagen,  die  kostspieligen  Terrainerwerbungen
für  die  Maximiliansstraße,  das  Maximilianeum,  das  Nationalmuseum
  sind  aus  der  Privatkasse  des  Königs  bestritten  worden.
Die  Stadt  hat  blos  die  Brücke  gebaut,  und  wie  man  sagen
muß,  ihr  Ingenieur  Zenetti  hat  sie  des  Königs  würdig  gebaut.
Was  wäre  denn  auch  München  ohne  die  Baulust  seiner  Königel
Sich  selbst  hat  König  Max  ein  Landhaus  in  Berchtesgaden
gebaut,  dort  in  dem  abgeschlossenen  Thale  am  Fuße  des  Fürstensteins,
  der  mit  dichten  Baumgruppen  den  nächsten  Hintergrund
  bildet  und  über  den  sich  weiter  hinten  der  sagenberühmte
Untersberg  in's  Luftige  streckt.  Auf  mächtigen  Untermauern,
die  sich  zu  Terrassen  verbinden,  steht  der  fürstliche  Ruhesitz.
Er  paßt  zu  dem  Frieden  der  Bergwelt.  Seine  Alrchitektur,  die
Terrassen,  Laubgänge,  gedeckten  Hallen,  vorspringenden  Dächer
harmoniren  mit  dem  Baustyle  der  Natur  in  der  Landschaft.
Im  Starenberger  See  liegt  eine  Insel,  früher  Wörth
geheißen.  Darauf  stand  früher  eine  Fischerhütte,  die  1850
abgebrannt  ist.  Dann  kaufte  der  König  die  Insel,  baute  sich
eine  kleine  Villa  darauf  und  schuf  das  Eiland  zu  einem  Rosenhaine
  um,  in  dem  Tausende  hochstämmiger  Rosen  stehen.)
Undurchdringliche  Büsche  umfrieden  die  „Roseninsel,“  bei  der
des  Königs  kleines  Dampfboot  oft  ankerte,  gegen  den  Sce
und  gegen  neugierige  Blicke.  Selbst  der  Giebel  der  Villa
streckt  sich  nur  wenig  über  das  dichte  Laubwerk.  Den  tausend
Rosen  der  Inseln  stehen  tausend  blühende  Büsche  auf  dem
Festland  gegenüber.  Sie  alle  entsproßten  auf  des  Königs  Geheiß
  dem  einst  verödeten  Abhang.  Es  sind  viele  seltene,  ausländische
  Blumen  dabei.  Verschlungene  Pfade  führen  durch  die

)  „In  den  Voralpen.“  München  1°61.  Ein  Buch  voll  herrlicher
Naturschilderungen.

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