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hat  die  Stenographie  in  seinem  unmittelbaren  Dienst  zur  Anwendung
  gebracht.

Die  Werke  der  Wohlthätigkeit  übte  Max  II.  ohne

Prunk.  Obwohl  die  bettelnde  Zudringlichkeit  in  tausend  Gestalten
zu  ihm  herantrat  —  man  hätte  Namen  zur  Hand  —  ermüdete
er  doch  nicht  im  Geben.  Allein  sorgfältig  ließ  er  die  Würdigkeit
des  Dürftigen  prüfen.  Die  meisten  Wohlthaten  des  Königs
sind  nicht  bekannt  geworden.  Abgesehen  von  einer  Menge  kleinerer
  Summen  bis  zu  tausend  Gulden,  gab  er  zwanzigtausend
Gulden  den  Abgebrannten  zu  Traunstein  (1851),  während  die
Königin  Marie  große  Vorräthe  an  Betten,  Decken  u.  s.  w.
dahin  schickte.  Für  Brechruhrkranke  in  Augsburg  (1854)  spendete
  er  sechstausend  Gulden,  für  solche  in  München  tausend
Gulden,  für  die  bei  der  Pulverexplosion  (1857)  in  Mainz  Beschädigten
  zweitausend  Gulden.  In  der  Rheinpfalz  ließ  er  (1858)
dreizehntausendsechshundert  Gulden,  und  (1860)  wieder  fünfunddreißigtausend
  Gulden  vertheilen  u.  s.  w.  Die  von  seiner  verewigten
  Mutter  an  Wohlthätigkeits  -Anstalten  verliehenen  Beiträge
  zahlte  er  fort,  überwies  dem  Taubstummen-Justitut  vierundzwanzigtausend
  Gulden,  dem  katholischen  Gesellenverein  in  München
zehntausend  Gulden.  Gab  dem  Rektor  der  Universität  daselbst
(1853)  eine  ansehnliche  Summe  zur  Bezahlung  von  Studentenschulden,
  gab  achttausend  Gulden  der  Gemeinde  Garmisch,  damit
aus  den  Zinsen  arme  Schulkinder  gekleidet  würden.  Gab  der
Wittwen=  und  Waisenkasse  der  Schullehrer  in  Schwaben  sechzehntausend
  Gulden.  Eine  Schullehrer-Deputation  dankte  ihm  in
Hohenschwangau  (1853).  Da  sprach  der  König:
„Ich  danke  Ihnen,  meine  Herren,  und  freue  mich,  wenn
Sie  aus  dem,  was  ich  gethan  habe,  erkennen,  daß  ich  ein
Freund  der  Schullehrer  bin,  daß  ich  den  Lehrerstand  achte
und  schätze;  allein  ich  achte  und  schätze  nicht  nur,  ich  liebe
ihn.  Ich  erkenne  es,  Sie  haben  einen  schweren  Beruf,  und