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In  der  Proclamation,  welche  der  König  aus  Anlaß  der
zur  Feier  seines  fünfzigsten  Geburtstages  aus  allen  Landestheilen
an  ihn  gekommenen  Glückwünsche  am  30.  November  1861  erlassen
  hatte,  heißt  es:

„Mit  dankbarem  Aufblick  zum  Himmel  erkenne  ich  das
Glück,  das  mir  der  Allmächtige  beschieden,  König  dieses
Volkes  zu  sein  und  mich  Eins  zu  wissen  mit  ihm,  dessen
Wohl  zu  fördern  mein  treues  Bestreben  ist.“

Und  jetzt  legen  wir  mit  unbeschreiblicher  Genugthuung  die
Feder  nieder.

Achte  Abtheilung.
Die  letzten  Lebenstage  des  Königs  Max  II.

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Der  9.  Alärz.  —  Codtliches  Erliranlien.  —  Die  Slerbenellunden  eines

guten  Königs.  —  Trauer.  —  Bellaltung.  —  Tiebeszeichen.  —  Cestamenk.

—  Alerliwürdige  Challuche.  —  Kranliheitogeschichte.  —  Teichenbesund.
Das  Königeherz.

neuer  Völkerfrühling  kommen  zu  wollen.  Es  sproßte  und
trieb  in  den  Pflanzen.  Es  keimte  die  Hoffnung  auf  bessere
Tage  in  den  Herzen  der  Patrioten.  Alle  Hoffnungen  aber  der
deutschen  Nation  rankten  sich  an  dem  deutschen  Fürsten  empor,
an  König  Max  II.  von  Bayern.  Welches  Hochgefühl  schwellte
da  die  Brust  der  Bayern,  wenn  sie  ihren  Fürsten  den  andern
gegenüber  betrachteten!  Aber  schlaflos  brachte  der  König  die
Nächte  zu,  ringend  nach  einem  rettenden  Mittel  zur  Bewältigung
  der  ihm  von  allen  Seiten  aufgethürmten  Hindernisse.
Offene  Feinde,  feindselige  Freunde,  zweifelhafte  Bundesgenossen,

D-  März  des  Jahres  1864  war  da.  Mit  ihm  schien  ein

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