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Reise  nach  Italien  begleitete,  berichtet,  daß  Seine  Majestät  durch
die  Seekrankheite  in  Lebensgefahr  kam,  es  trat  Pulslosigkeit,
Ohnmachtsgefühl,  Erschlaffung  der  Gesichtszüge,  Kälte  der  Hände
ein.  Wenn  man  den  Verlauf  der  letzten  Krankheit  in's  Auge
faßt,  so  kann  man  mit  Wahrscheinlichkeit  behaupten,  Seine  Majestät
würde  an  der  Seekrankheit  gestorben  sein,  wenn  die  Fahrt  noch
eine  Nacht  auf  bewegter  See  fortgesetzt  worden  wäre.  Den
Verlauf  der  letzten  tödtlichen  Krankheit  zeichnet  eine  Eigenthümlichkeit
  in  gewiß  seltenem  Grade  aus,  nämlich  die  außerordentliche
  Energielosigkeit  des  Organismus  gegenüber  dem  entstehenden
  und  wachsenden  äußern  Uebel.  Es  entsteht  eine  kleine
schmerzlose,  nicht  heiße  Anschwellung  in  der  Haut  und  im  Unterhautzellgewebe,
  in  nicht  lebenswichtigen  Partien  des  Körpers.
Diese  Geschwulst  wächst  bei  vollständigem,  allgemeinem  Wohlbefinden,
  es  entsteht  fast  gar  keine  Reaktion,  denn  ein  Puls  von
achtzig  Schlägen,  wie  er  erst  am  vorletzten  Lebenstage  auftrat,
bei  normaler  Hauttemperatur  in  einem  ermattenden  Körper  ist
kein  Zeichen  von  Fieber.  Der  übrige  Organismus  verhält  sich
unthätig  dem  wachsenden  Uebel  gegenüber  und  ohne  Kampf
erlahmt  das  Herz.  Was  dieses  Herz  in  der  letzten  Zeit  in
seiner  Energie  noch  herabgestimmt  haben  mag,  kann  der  ermessen,
der  die  Zeitverhältnisse  berücksichtigt  und  dazu  weiß,  daß  das
Gemüth  Seiner  Majestät  ein  tief=  und  zartfühlendes  war.“

Dieses  Königsherz  hat  am  13.  Juli  1864  Ruhe  gefunden.
In  dem  bayrischen  Nationalheiligthum  zu  Altötting  wird  es  in
silberner  Urne  verwahrt.  Da  ist  auch  das  Herz  des  großen  Kurfürsten
  Maximilian.  Da  ist  das  Herz  des  Großvaters  des
Königs  Max  II.  Aber  wofür  das  Herz  dieses  Fürsten  im  Leben
am  meisten  geschlagen  hat:  —  auch  unsern  spätesten  Nachkommen
verkündet  es  der  Urne  Inschrift:

„Gott  und  mein  Volk.“

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