Eck  Schcchckc  Die  deutsche  Sache  49########  7

unseren  österreichisch-ungarischen  Bundesgenossen  nicht
einem  Zersetzungs-  und  Zerbröckelungsprozesse  überlassen.
  Es  wird  zwar  jetzt  von  seiten  der  Westmächte
in  verschiedenen  Reden  und  politischen  Erklärungen  so
dargestellt,  als  ob  der  Friede  des  Erdteiles  dadurch
gewinnen  könnte,  daß  man  die  verschiedenen  Nationalitäten
  des  österreichisch-ungarischen  Gebietes  in  freie
Selbständigkeit  versetzte.  Sobald  man  an  Hand  der
Landkarte  und  mit  Kenntnis  der  unzähligen  Reibungsflächen
  die  Sache  beurteilt,  muß  man  zu  der  Erkenntnie
kommen,  daß  eine  Autonomie  aller  Bölkerbestandteile
zu  einer  vollendeten  Balkanisierung  des  Donaulandes
führt,  d.  h.  zu  einem  Zustande  unendlicher  künftiger
Zerwürfnisse.  Die  österreichisch-  ungarische  Doppelmonarchie
  ist  bei  aller  Schwierigkeit  ihrer  Konstruktion
die  sicherste  Garantie  des  Friedens,  die  es  für  die  Mitte
des  Erdteils  geben  kann.  Um  dieses  Friedens  im  Zentrum
Europas  willen  ist  Deutschland  genötigt  gewesen,  mit
allen  seinen  Kräften  an  die  Seite  seines  Bundesgenossen
zu  treten.

Wenn  es  nun  nur  den  europäischen  Landkrieg  für
uns  gegeben  hätte,  so  wäre  auch  dieses  Mühe  und  Anstrengung
  genug  gewesen,  aber  wir  können  glauben,
daß  zu  dieser  Verteidigung  unsere  Kräfte  in  relativ
kurzer  Zeit  genügt  haben  würden,  auch  wenn  man  dabei
in  Betracht  zieht,  daß  weder  die  Ztaliener  noch  die
Rumänen  ihre  mit  uns  eingegangenen  Berträge  genau
gehalten  haben  würden.  Zu  dem  verwickelten  mitteleuropdischen
  Grenzkriege  ist  nun  aber  durch  das  Eintreten
  Englands  ein  überseeischer  und  übereuropäischer