F##  Die  deutsche  Sache  cchs######

des  großen  Ozeane  festzusetzen.  England  hat  nach  dem
Plane  von  Cecil  Rhodes  Afrika  von  Kairo  bis  Kapstadt
als  ein  englisches  Gesamtgebiet  zu  erfassen  gesucht.
Frankreich  hat  in  Hinterindien,  auf  Madagaskar  und  an
den  Rändern  der  Wüste  Sahara  sich  große  Strecken  von
Zukunftsland  gesichert.  Deutschland  erschien  als  Mitbewerber
  und  nahm,  was  bis  dahin  übriggeblieben  war.
Das  mußte  nicht  unbedingt  zu  einem  Kriege  führen,
denn  die  deutschen  Kolonialbestände  waren  klein  und
nur  wenig  störend  für  das  englische  Weltreich.  Es  haben
ja  auch  bis  kurz  vor  dem  Kriege  zwischen  den  beiderseitigen
  Kolonialämtern  Versuche  einer  wohlwollenden
Verständigung  stattgefunden.  Was  nun  aber  die  kolonialen
  Spannungen  steigerte,  waren  die  Gefühle  der
Konkurrenz,  welche  in  der  englischen  Industrie  gegenüber
  der  deutschen  industriellen  Entfaltung  erwachten.
Zicht  als  ob  die  englische  Industrie  durch  das  Aufsteigen
der  deutschen  Konkurrenz  eine  wirkliche  Schädigung
erlitten  hätte.  Das  ist  nicht  der  Fall,  denn  Verdienst
und  Beschäftigungsgrad  waren  in  England  bis  vor  dem
Krieg  ganz  vorzüglich.  Es  verschoben  sich  aber  einiger--maßen
  die  Prozentverhältnisse  des  Anteils  an  der  Eisenproduktion
  und  am  Welthandel,  und  aus  derartigen
Prozentualgefühlen  heraus  erklärte  sich  eine  wachsende
Nervosität  der  englischen  Bevölkerung,  die  zusammentraf
  mit  einer  inneren  Umwandlung  des  englischen
Denkens  überhaupt.  Ee  ging  die  alte  berühmte  Freihandeleperiode
  ihrem  Ende  entgegen,  und  Jo  Chamber--lain
  proklamierte  die  Idee  des  wirtschaftlich  zusammengeschlossenen
  größeren  England.