12  PHshhhch  Die  deutsche  Sache  Sche##cc##ccpr###

Aus  allen  diesen  Gründen  war  zwar  nicht  eine
Kriegonotwendigkeit,  aber  eine  Kriegemöglichkeit  vorhanden,
  und  daß  nun  durch  Entschluß  der  englischen
Regierung  diese  Kriegsmöglichkeit  zu  einer  Kriegewirklichkeit
  geworden  ist,  das  ist  das  Schicksal  des  deutschen
BVolkes.  Wir  haben  jetzt  zwei  riesenhafte  Kriege  zu
einer  und  derselben  Zeit  zu  führen.  Das  ist  unsere
Last.  Das  ist  „die  deutsche  Sache“.  —

Wenn  man  sich  vergegenwärtigt,  welches  für  uns
die  ungeheure  Gefahr  und  das  gewaltige  Gewicht  dieses
Krieges  ist,  so  begreift  man  nicht,  wie  von  der  Entente
aus  verbreitet  und  von  der  übrigen  Welt  geglaubt
werden  konnte,  daß  wir  Deutschen  diesen  Krieg  gesucht
haben.  Nachdem  wir  zweieinhalb  Zabre  lang  immer
wieder  und  in  allen  Wendungen  gehört  haben,  wir
seien  die  Urheber  dieser  ungeheuren  blutigen  Auseinandersetzung,
  sind  wir  zwar  an  die  Behauptung  gewöhnt
und  appellieren  in  unserem  Gewissen  von  einer  schlecht
unterrichteten  Mitwelt  an  eine  gerechter  urteilende  Nachwelt.
  Es  hört  aber  das  tiefe  und  peinliche  Erstaunen
bei  uns  nicht  auf,  daß  man  Wesen  und  Charakter  unseren
Volkes  so  wenig  richtig  kennt.  Für  wie  leichtfertig  und
phantastisch  müssen  uns  diesenigen  ansehen,  die  den
Glauben  haben,  daß  das  deutsche  Volk  einen  derartigen
Krieg  gesucht  und  gewollt  hat!

Es  wird  mir  gesagt,  daß  in  einigen  Kreisen  die
Vorstellung  besteht,  wir  hätten  zwar  nicht  den  großen
Doppelkrieg,  wir  hätten  aber  den  europäischen  Kontinentalkrieg
  herbeiführen  wollen.  Auch  diese  Meinung
ist  irrig,  denn  sie  setzt  voraus,  daß  uns  die  Politik  König