Gn#chpcDie  deutsche  Sache  DP#b###tor  13

Eduarde  VII.  von  England  und  des  französischen  Ministers
Delcassé  unbekannt  geblieben  sei.  Jeder  deutsche  Staatemann
  mußte  von  vornherein  wissen,  daß  ein  einmal
begonnener  Krieg  die  allerweitesten  Folgen  haben
konnte.  Ohne  dieses  Bewußtsein  hat  niemand  unter
uns  gelebt.

Es  verdient  in  diesem  Zusammenhang  hervor—
gehoben  zu  werden,  daß,  wenn  die  Deutschen  den  Krieg
gewollt  hätten,  sie  sicherlich  entweder  die  Zeit  des  englischen
  Burenkrieges  oder  des  russisch-japanischen  Krieges
dazu  verwendet  haben  würden.  Das  ist  nicht  geschehen.
Wir  haben  in  den  Zeiten,  da  unsere  großen  Gegner  in
Verlegenheiten  waren,  starke  Beweise  unserer  grundsätzlichen
  Friedfertigkeit  gegeben.

Wenn  man  nun  gegenüber  diesem  unbestreitbar
tatsfächlichen  Beweise  jetzt  aus  den  verschiedenen  Weißbüchern,
  Blaubüchern  und  äbhnlichen  Akten  einen
bistorisch-philologischen  Beweis  dafür  erbringen  will,
daß  bei  den  Vorverhandlungen  des  Weltkrieges  von
deutscher  Scite  Fehler  gemacht  worden  seien,  die  den
Krieg  unvermeidlich  machten,  so  ist  beim  beutigen
Stande  der  Veröffentlichungen  noch  niemand  im  Inland
oder  Ausland  hinreichend  orientiert,  um  den  ganzen
Verlauf  lückenlos  zu  überschauen.  Wahrscheinlich  wird
es  ein  Menschenalter  dauern,  ehe  alle  Aufzeichnungen
sener  entscheidungsvollen  Tage  in  den  Händen  der
Beurteiler  sein  werden.  So  viel  darf  aber  schon  heute
als  feststehend  angesehen  werden,  daß  das  entscheidende
Faktum  des  Kriegsbeginnes  die  russische  Mobilmachung
gewesen  ist.  Ourch  sie  wurden  die  Versuche  der  diplo-