16  Sococnckck  Die  deutsche  Sache  S########ht

wohl  vorbereitet  war,  wird  offen  zugegeben  und  liegt
klar  zutage.  Wir  sind  sehr  froh,  daß  wir  im  Besitz  der
Verteidigungemittel  gewesen  sind,  denn  wir  glauben
nicht  an  den  Satz,  daß  die  Schwäche  der  Bölker  eine
Garantie  ihrer  Sicherheit  sei.  Da  ich  persönlich  zur
demokratischen  Seite  der  deutschen  Politik  gehöre  und
auch  häufig  mit  befreundeten  Sozialdemokraten  über
diese  Dinge  zu  debattieren  in  der  Lage  gewesen  bin,
so  können  Sie  mir  zutrauen,  daß  mir  die  demokratischen
Einwendungen  gegen  den  Militarismu:s  an  sich  durchaus
nicht  unbekannt  sind.  Auch  ich  bin  in  keiner  Weise
blind  gegen  die  sozialen  Wirkungen  des  millitärischen
Unterordnungsspstems  und  verschließe  mein  Auge  nicht
vor  den  schweren  finanziellen  Fragen  der  großen  Heeresbewilligungen.
  Aber  es  ist  ein  Unterschied,  ob  man  die
MAilitärfragen  theoretisch  und  als  akademische  Angelegenheiten
  behandelt,  oder  ob  man  in  Vertretung  eines
geographisch  sehr  gefährdeten  Landes  ein  praktisches
Urteil  abzugeben  hat.  Wir  haben  in  den  letzten  Jahren
vor  dem  Kriege  am  Beispiel  der  uns  befreundeten
Türkei  gesehen,  wie  wenig  ein  Staat  bloß  dadurch  gesichert
  ist,  daß  seine  militärische  Rüstung  von  den  Nachbarn
  gering  eingeschätzt  wird.  Wir  haben  es  erlebt.
daß  man  ÖOsterreich-Ungarn  angreifen  wollte,  weil  man
den  Staat  für  schwach  hielt,  und  daß  man  Deutschland
angreifen  wollte,  weil  man  behauptete,  dieser  Staat
sei  militärisch  zu  stark!

Wenn  wir  Deutschen  wirklich  die  Absicht  gehabt
hätten,  der  übrigen  europäischen  Welt  den  Krieg  anzubieten,
  so  würden  wir  gerade  nach  unserer  Methode