#chepc2e  Die  deutsche  Sache  0060000000  17

und  Arbeitsweise  diesen  Krieg  auf  jede  Weise  vorbereitet
haben.  Aun  aber  kann  jedermann  sehen,  daß  uns  die
wirtschaftliche  Vorbereitung  für  diesen  Krieg  vollständig
gefehlt  hbat.  Ich  kann  darüber  aus  unmittelbarer  persönlicher
  Erfahrung  reden,  da  ich  in  den  vergangenen
Fahren  Mitglied  wichtiger  Kommissionen  dee  deutschen
Reichstages  gewesen  bin.  Wir  haben  keine  Ernährungsgesetzgebung
  für  den  Krieg  vorbereitet,  keine  Gewerbegesetze
  auch  nur  als  Entwurf  überlegt,  alle  unsere  ökonomische
  und  sozialpolitische  Gesetzgebung  beruht  ohne
Ausnahme  auf  dem  Gedanken  der  Fortdauer  des
Friedens.  Das  ist  in  so  hohem  Grade  der  Fall  gewesen,
daß  wir  uns  selbst  nachträglich  in  gewissem  Sinne  Vorwürfe
  machen,  daß  wir  zu  wenig  an  die  wirtschaftlichen
Möglichkeiten  des  Krieges  gedacht  haben.  Wenn  wir
wirklich  den  Krieg  gewollt  hätten,  dann  würden  wir
auch  große  Lager  von  Getreide  und  Jutterstoffen  still
im  Laufe  der  Jahre  angesammelt  haben.  Es  ist  nichts
Derartiges  geschehen,  im  Gegenteil,  wir  haben  noch  im
Zuli  1914  in  gewohnter  Weise  leider  gestattet,  daß
deutscher  Roggen  aus  unseren  Häfen  ausgeführt  worden
ist.  Unsere  Schiffahrt  ist  vom  Krieg  unvorbereitet  in
allen  Weltteilen  überrascht  worden,  etwas,  was  durchaus
nicht  nötig  gewesen  wäre,  wenn  ein  vorbereitender
Kriegswille  bei  uns  wirksam  war.  Mit  Leichtigkeit
würden  wir  unsere  Quantitäten  von  Kupfer,  Gummi,
Petroleum,  Wolle  und  Baumwolle  gehäuft  und  verdoppelt
  haben,  wenn  der  Kriegsgedanke  auch  nur  ale
entfernte  Absicht  in  unseren  Gemütern  gefsessen  hätte.
Selbst  die  Munition  war  nicht  auf  einen  großen  Krieg

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