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Gelehrte  in  der  Okonomie  und  in  der  großen  Politik
zu  suchen?“  Noch  beute,  oder  wenigstens  bis  zum  Beginne
  des  Krieges,  konnte  man  in  England  und  Frankreich
  sehr  häufig  Aussprüche  der  Bewunderung  und  Hochachtung
  für  das  alte  Deutschland  der  geistigen  Bewegungen
  hören.  Und  auch  jetzt  noch  gibt  es  bei  unseren
westlichen  Gegnern  Gedankengänge,  die  etwa  den
Zuhalt  haben:  wir  müssen  das  verlorengegangene
alte  Deutschland  wieder  freimachen  und  berstellen.  Sie
sprechen:  „Das  deutsche  Wesen  ist  sich  selbst  untrenu
geworden,  hat  seinen  idealistischen  Charakter  aufgegeben
und  ist  zur  Anbetung  der  Macht  übergegangen.  Das
Denken  hat  sich  verwandelt  in  den  Willen  zur  Herrschaft,
  die  Moral  ist  umgestaltet  zur  brutalen  Energie,
an  die  Stelle  der  friedlichen  Pbilosophie  Kants  und
seiner  Mitarbeiter  ist  die  rücksichtelose  Machtphilosophie
Nietzsches  getreten  !“  Dieses  erscheint  den  Ausländern
als  eine  Art  Sündenfall  des  Deutschtume,  und  sie  erklären
  in  vielen  Redewendungen,  daß  sie  nicht  das
Deutschtum  an  sich,  sondern  nur  diesen  speziellen  Trieb
zur  Macht  in  ihm  vernichten  wollen.

Auch  wir  werden  durchaus  nicht  in  Abrede  stellen,
daß  im  Laufe  des  19.  Jahrbunderts  eine  große  Verwandlung
  im  Volke  der  Denker  vorgegangen  ist,  nur
sehen  wir  selbst  diese  Verwandlung  als  eine  naturnotwendige
  Folge  unseres  eigenen  Wesens  an  und  sind
aus  innerer  Erfahrung  beraus  der  AUberzeugung,  daß
es  sich  nicht  um  einen  Abfall  von  früheren  Idealen
bandelt,  sondern  um  eine  Wachstumsentwicklung,  die
uns  aus  innerem  Gesetz  notwendig  war.  Wenn  man