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an  Stellen,  wo  wir  sie  dorher  aus  sozialpolitischen
Gründen  nicht  auftreten  lassen  wollten.  In  den  großen
Hamburger  Schiffswerften  müssen  jetzt  Frauen  in
Männerkleidung  als  Nicter  an  den  Außenwänden  der
Schiffe  härteste  Metallarbeit  vollbringen,  und  in  den
industriellen  Gebieten  der  rheinisch-westfälischen  Eisen—
werke  führen  heute  Frauen  die  großen  metallenen
Kräne  und  stehen  mit  Schutzmasken  an  der  Glut  der
Hochöfen.  Wir  würden  unsere  Munitionserzeugung,
die  wir  zum  Daseinskampfe  brauchen,  ohne  die  Frau
nicht  leisten  können,  und  auch  das  Berkehrs-  und  Verwaltungsspstem
  kann  ohne  sie  im  Kriege  nicht  durchgeführt
  werden.  Das  alles  wird  ganz  von  selbst  hinter
dem  Krieg  zu  einer  erböhten  sozialen  Stellung  der
Frau  führen.

Wie  der  Krieg  im  einzelnen  auf  die  soziale  Ausgestaltung
  wirken  wird,  läßt  sich  nicht  vorher  sagen,  schon
deshalb  nicht,  weil  wir  den  Ausgang  dee  Krieges  nicht
kennen.  Ob  und  wieweit  das  deutsche  BVolk  seine  besonderen
  sozialen  Kulturaufgaben  durchführen  kann,
hängt  vom  Verlaufe  dieses  Krieges  ab.  Bies  jetzt  aber
kann  festgestellt  werden,  daß  wir  durch  den  Krieg  in
allen  denjenigen  Richtungen  weiter  vorwärts  gedrängt
werden,  die  schon  sowieso  in  der  Linie  unserer  Entwicklung
  liegen.  Wir  waren  staatssozialistischer  als  die
Westvölker.  Der  Krieg  macht  uns  noch  viel  staatssozialistischer.
  Das  spricht  für  die  Nichtigkeit  der  bisberigen
  deutschen  Auffassung.  Auch  die  Engländer
müssen  sich  im  Kriege  sehr  ändern,  aber  die  Änderungen,
zu  denen  sie  greifen  müssen,  sind  mehr  aus  dem  deutschen