384  Anhang.

Der  Reichskanzler  sprach  seinen  Dank  in  folgendem  Schreiben  an  den  Rektor
Professor  Dr.  Kühnemann  aus:

Berlin,  den  6.  März  1904.
Euer  Hochwohlgeboren

beehre  ich  mich  auf  das  freundliche  Schreiben  vom  2.  d.  M.  zu  er—
widern,  daß  ich  die  Ernennung  zum  ersten  Ehrenmitgliede  Ihrer  Akademie
auf  Grund  der  einstimmigen  Entschließung  des  Senats  als  eine  Auszeichnung
  betrachte,  die  ich  gern  und  dankbar  annehme.  Sie  ist  mir
willkommen  zur  finnbildlichen  Kräftigung  des  engeren  Verhältnisses,  das
aus  der  Arbeit  an  den  nationalpolitischen  Aufgaben  für  die  Stärkung
des  Deutschtums  in  den  Ostmarken  mir  als  Reichskanzler  und  Ministerpräsidenten
  auch  zu  der  dortigen  Akademie  erwächst.  Ich  blicke  mit
Befriedigung  darauf,  daß  die  eigenartige  deutsche  Hochschule  während
meiner  Amtszeit  und  unter  meiner  Mithilfe  entstanden  ist.  Ich  freue
mich  des  regen  Besuches,  den  die  Anstalt  schon  während  des  ersten
Halbjahrs  ihrer  Tätigkeit  aufzuweisen  hatte,  und  vertraue,  daß,  unbekümmert
  um  etwaige  Rückschläge,  auch  in  Zukunft  die  Posener  Akademie
das  Banner  der  nationalen  Geistesbildung  unseren  Landsleuten  in  den
Ostmarken  treu  und  tapfer  vorantragen  wird.  Der  fortdauernden  Fürsorge
  der  Königlichen  Staatsregierung  und  der  persönlichen  bereitwilligen
Anteilnahme  Ihres  ersten  Ehrenmitgliedes  an  allem,  was  das  Wohl
und  Wehe  der  Akademie  betrifft,  bitte  ich  Sie  und  die  Herren  Mitglieder
  des  Senats  versichert  zu  sein.
In  besonderer  Wertschätzung
(gez.)  Bülow.

XIV.  Beethovenhaus.

Der  Vorstand  des  Beethovenhauses  in  Bonn  hatte  die  Deukschrift  des  Vereins
  Beethovenhaus  dem  Reichskanzler  Grafen  Bülow  übersandt  und  erhielt  darauf
folgendes  Dankschreiben:

Berlin,  den  28.  Mai  1904.

Dem  Vorstand  des  Vereins  Beethovenhaus  zu  Bonn  beehre  ich
mich,  für  die  lberreichung  seiner  Denkschrift  meinen  verbindlichen  Dank
auszusprechen.  Diesem  Dank  schließt  sich  anch  meine  Frau  an,  die  in
unserem  Hause  das  Andenken  des  großen  Meisters  Ludwig  in  hohen