Anhang.  403

Regen,  Sturm  und  Hagelschauer,
Schickt  der  Himmel  mir  herab,
Doch  ich  bin  ein  alter  Bauer,
Der  sich  niemals  noch  ergab,

Und  ich  trotz'  ihm  bis  zum  Grab.

(Lebhafter  Beifall.)

Das  ist  eine  Gesinnung,  wie  sie  dem  deutschen  Landmann  wohl
ansteht.  Vor  allem,  meine  Herren,  halten  Sie  fest  an  der  Uberzeugung,
daß  unser  Kaiser  und  König,  die  Verbündeten  Regierungen  und  der
verantwortliche  Leiter  der  Politik  des  Reiches  einig  sind  in  dem  Wunsche
und  einig  sind  in  dem  Bestreben,  der  Landwirtschaft  auch  weiter  zu  helfen,
die  Landwirtschaft  auch  weiter  zu  fördern.

(Bravol)
In  diesem  Sinne  erhebe  ich  mein  Glas  auf  die  dentsche  Landwirtschaft

und  auf  ihre  Vertreter.  Die  deutsche  Landwirtschaft  und  der  Deutsche
Landwirtschaftsrat,  sie  leben  hoch!

XXIV—XXXXII.  Maroktko.

Dem  Weißbuch  über  Marolko  entnehmen  wir  die  vom  Reichskanzler  ausgegangenen
  Erlasse  mit  Ansnahme  des  in  der  Reichstagsrede  vom  6.  Dezember
1905  bereits  mitgeteilten.X)

XXIV.  Erlaß  des  Neichskanzlers  an  die  Kaiserlichen  Missionen

in  Wien,  TLissabon,  Brüssel,  Saag,  Stockholm  und  an  die  RKöniglichen

  Missionen  in  München,  Stuttgart,  Dresden,  Karlsruhe,
Oldenburg  und  Samburg.

Berlin,  den  12.  April  1905.

Die  Entstellungen  der  Wahrheit,  welche  neuerdings  hinsichtlich  der
Marokkofrage  durch  die  französische  Presse  und  insbesondere  durch  die
für  inspiriert  geltenden  Organe  verbreitet  werden,  lassen  die  nachfolgende
kurze  Darlegung  der  Sachlage  und  unserer  Stellung  dazu  als  zeitgemäß
erscheinen.

9  Vgl.  oben  S.  268f.