Auhang.  433

und  Ihre  segensreichen,  dem  Heile  der  leidenden  Menschheit  gewidmeten
Werke  in  der  heiligen  Stadt  zu  vollenden.  Über  die  großen  Fortschritte,
die  diese  Werke  inzwischen  gemacht  haben,  bin  ich  vor  kurzem  durch  den
Herrn  Vizepräsidenten  des  Deutschen  Vereins  vom  Heiligen  Lande  unterrichtet.
  Die  von  Herrn  Dr.  Klein  zur  Verfügung  gestellten  Notizen  und
Bilder  haben  mir  einen  neuen  Beweis  dafür  geliefert,  daß  der  Verein
die  hohen  Aufgaben,  die  er  sich  in  Palästina  gestellt  hat,  unter  Ihrer
bewährten  und  einsichtsvollen  Leitung  in  würdigster  Weise  löst.  Die
jetzt  vollendete  Krypta  der  Marienkirche  auf  dem  Sion  stellt,  nach
der  Photographie  zu  urteilen,  einen  wirkungsvollen  Bau  dar,  der  in
hohem  Maße  dazu  geeignet  erscheint,  ein  beredtes  Zeugnis  von  deutschem
Schaffenstrieb  und  deutschem  Kunstsinn  im  Heiligen  Lande  abzulegen.
Daß  auch  der  Bau  vor  dem  Damaskustor  rüstig  fortschreitet  und
sogar  demnächst  schon  seiner  Bestimmung  wird  übergeben  werden  können,
hat  mich  sehr  erfreut.  Ich  zweifle  nicht  daran,  daß  die  deutschen  Pilger,
die  im  Frühjahr  dort  eintreffen  werden,  angesichts  dieser  Fortschritte
für  die  Vollendung  der  Jerusalem-Werke  tatkräftig  eintreten  werden.
Auch  hege  ich  die  zuversichtliche  Hoffnung,  daß  Sie,  hochwürdiger  Pater,
und  Ihre  Herren  Konfratres  in  den  Patres  Benediktinern,  denen  Sie
in  so  herzlicher  und  echt  brüderlicher  Gesinnung  entgegenzukommen  bereit
sind,  treue  und  verständnisvolle  Mitarbeiter  an  den  heiligen  deutschen
Werken  in  Jerusalem  finden  werden.  Daß  ich  selbst  diese  Werke  stets
mit  wärmstem  Interesse  begleiten  werde,  bedarf  keiner  besonderen  Versicherung
  .  ..  Ich  verbleibe  Ihr  treuergebener
(gez.)  Bülow.

XIII.  Deutsch-englische  Beziehungen.

Sir  Francis  William  Fox,  der  Ehrensekretär  des  anglo-deutschen  Freundschaftskomitees,
  der  kurz  zuvor  in  dessen  Auftrag  in  Berlin  gewesen  war,  erhielt
vom  Reichskanzler  Fürsten  Bülow  folgenden  Brief:

Berlin,  17.  Jannar  1906.
Lieber  Mr.  Forx!
Ich  bedaure  aufrichtig,  daß  meine  Gesundheit  es  mir  nicht  gestattet,
  Sie  zu  sehen  und  mit  Ihnen  persönlich  über  die  Arbeit  des
anglo-dentschen  Freundschaftskomitees  zu  verhandeln.  Daß  der  Zweck

dieses  Vereins  meine  volle  Sympathie  besitzt,  ist  Ihnen  bereits  bekannt,
Penzler,  Fürst  Bülows  Reden  2rc.  II.  28