244  III.  Nach  der  Wahl.
Rostock  (ohne  Adresse;  der  Nationalliberale  Link  war  gewählt  worden):

Durch  die  Zurückstellung  parteipolitischer  Sonderwünsche  vor  der
großen  nationalen  Sache  haben  sich  die  Konservativen  und  der  Bund
der  Landwirte  um  das  Vaterland  wahrhaft  verdient  gemacht.  Ich  gratuliere
herzlich  zu  dem  schönen  Erfolge.

Reichskanzler  Fürst  Bülow.

Dresden  (an  den  Chefredakteur  des  „Dresdner  Anzeigers“,  Prof.  Dr  Lier):

Herzlichen  Dank  für  Ihre  Mitteilungen  über  den  schönen  Erfolg  der
nationalen  Parteien  in  Dresden-Altstadt.  Ganz  Deutschland  muß  dem
sächsischen  Volke  für  seine  in  ernster  Stunde  neu  bewährte  Treue  dankbar  sein.

Reichskanzler  Fürst  Bülow.

München  I  (an  die  Redaktion  der  „Münchner  Neuesten  Nachrichten“):

Herzlichen  Dank  für  Ihre  mich  besonders  erfreuende  Mitteilung.
Der  Sieg  des  Münchner  Bürgertums  wird  allenthalben  im  deutschen
Vaterlande  die  Kraft  und  Zuversicht  der  nationalen  Parteien  stärken.

Reichskanzler  Fürst  Bülow.

Danzig  (an  den  Redakteur  der  „Danziger  Zeitung“,  Herrmann):

Herzlichen  Dank  für  Ihre  Mitteilung  des  Wahlergebuisses  und  meinen
besten  Glückwunsch,  daß  Danzig  sich  wieder  so  wacker  gehalten.
Reichskanzler  Fürst  Bülow.

Den  liberalen  Angestellten  der  Badischen  Anilin=  und  Sodafabrik  in  Ludwigshafen
  antwortete  der  Reichskanzler  auf  ein  Glückwunschtelegramm  zu  den
Wahlen,  in  dem  sie  auch  die  Hoffnung  aussprachen,  daß  die  Sozialpolitik  auch  künftig
von  der  Regierung  kräftig  gefördert  werde:

Herzlichen  Dank  für  die  Glückwünsche.  Die  Sozialpolitik  wird  immer

eine  der  wesentlichsten  Aufgaben  der  Regierung  bleiben.
Bülow.

Apenrade  (ohne  Adresse  und  Unterschrift):

Herzlichen  Dank  und  besten  Glückwunsch  zum  Sieg  der  nationalen
Sache  im  Kreise  Apenrade.  Ich  weiß,  daß  die  Verhältnisse  schwierig  lagen,
um  so  wertvoller  ist  dafür  auch  das  erreichte  Resultat.