382  LXXXIV.  Abschied.

Arbeit  gezollte  Anerkennung  hat  mir  wohlgetan.  Für  Ihre  Absicht,  einem
Dampfer  der  Hamburg—Amerika-Linie  meinen  Namen  geben  zu  lassen,
bin  ich  um  so  dankbarer,  als  mich  Jugenderinnerungen  und  Blutsverwandtschaft
  nach  Hamburg  und  der  Elbe  hinweisen.  Lassen  Sie  mich  aber  auch
der  Uberzeugung  Ausdruck  geben,  daß  die  Reichspolitik  nie  die  gewaltigen
JInteressen  aus  den  Augen  verlieren  wird,  die  sich  in  Handel,  Industrie  und
Schiffahrt  verkörpern.  "
(gez.)  Fürst  Bülow.

Dem  Norddeutschen  Lloyd  dankte  der  Fürst  auf  seinen  Abschiedsgruß  wie  folgt:

Für  das  freundliche  Telegramm  bitte  ich,  meinen  herzlichsten  Dank

entgegenzunehmen.  Meine  aufrichtigsten  Wünsche  gehören  der  Entwicklung
des  Norddeutschen  Lloyd,  auf  dessen  Flotte  ganz  Deutschland  stolz  ist.
(gez.)  Fürst  Bülow.

1)  Arbeiterbewegung.

Der  Vorsitzende  des  Gesamtverbandes  der  Evangelischen  Arbeitervereine  Deutschlands,
  D.  Weber,  hatte  an  den  Fürsten  Bülow  ein  Schreiben  gerichtet,  das  die  Betrübnis
über  den  Rücktritt  aussprach,  den  Dank  für  das  der  Arbeitersache  stets  bewahrte  Wohlwollen
  und  den  Wunsch  eines  gesegneten,  friedvollen  Lebensabends.  Hierauf  erging
vom  Fürsten  Bülow  folgende  Antwort:

An  den  Vorsitzenden  des  Gesamtverbandes  der  Epvangelischen
Arbeitervereine  Deutschlands  Herrn  D.  theol.  Weber,  Hochehrwürden,
  M.-Gladbach.

Euer  Hochehrwürden  danke  ich  aufrichtig  für  das  freundliche  Schreiben
vom  30.  v.  M.  Die  christlich-nationale  Arbeiterbewegung  nach  Kräften  zu
fördern,  habe  ich  immer  für  meine  Pflicht  gehalten,  weil  ich  ihre  Bedeutung
für  die  gesunde  Entwicklung  unseres  politischen  und  sozialen  Lebens  wohl
zu  würdigen  weiß.

Mit  der  Versicherung  besonderer  Hochachtung
Euer  Hochehrwürden  sehr  ergebener
Bülow.

Der  Fürst  nahm  die  ihm  angetragene  Ehremmitgliedschaft  der  evangelischen  Arbeitervereine
  mit  folgendem  Schreiben  an:

Berlin,  den  13.  Juli  1909.
Euer  Hochehrwürden  danke  ich  verbindlich  für  das  gefällige  Schreiben
vom  9.  d.  M.,  in  dem  der  Gesamtvorstand  der  evangelischen  Arbeitervercine
Deutschlands  mir  die  Ehrenmitgliedschaft  anträgt.  Ich  bin  gern  bereit,