Nachtrag.

Auf  S.  134  ist  nach  Zeile  8  von  unten  das  Folgende  noch  einzufügen:

Schon  vorher,  am  7.  November,  hatte  der  Vorstand  der  deutsch-konservativen
Fraktion  des  Reichstags  folgende  Erklärung  veröffentlicht:  „Die  letzten  mit  den  Ver—
öffentlichungen  der  englischen  Presse  verbundenen  Ereignisse  zeigen,  daß  der  Dienst
des  Auswärtigen  Amtes  nicht  überall  ausreichend  organisiert  ist.  Trotz  der  vom  Reichskanzler
  formell  übernommenen  Vertretung  müssen  Vorkehrungen  getroffen  werden,
welche  die  Wiederkehr  solcher  Mißstände  für  die  Zukunft  mit  Sicherheit  verhindern.  Im
Zusammenhang  hiermit  hält  der  versammelte  Vorstand  der  konservativen  Partei  es
für  erforderlich,  folgendes  auszusprechen:  Wir  sehen  mit  Sorge,  daß  Außerungen  Seiner
Majestät  des  Kaisers,  gewiß  stets  von  edlen  Motiven  ausgehend,  nicht  selten  dazu  beigetragen
  haben,  teilweise  durch  mißverständliche  Auslegung  unsere  auswärtige  Politik
in  schwierige  Lage  zu  bringen.  Wir  halten,  geleitet  von  dem  Bestreben,  das  kaiserliche
Ansehen  vor  einer  Kritik  und  Diskussion,  die  ihm  nicht  zuträglich  sind,  zu  bewahren,  sowie
von  der  Pflicht  beseelt,  das  deutsche  Reich  und  Volk  vor  Verwicklungen  und  Nachteilen
zu  schützen,  uns  zu  dem  ehrfurchtsvollen  Ausdruck  des  Wunsches  verbunden,  daß  in  solchen
Außerungen  künftig  eine  größere  Zurückhaltung  beobachtet  werde.  Wir  wollen  dabei
zugleich  mit  aller  Entschiedenheit  feststellen,  daß  wir  im  Interesse  der  Würde  und  des
Machtbewußtseins  des  Deutschen  Reiches  eine  weitere  publizistische  Behandlung  dieser
Vorgänge  nicht  für  segensreich  erachten  können.  Wir  müssen  wünschen,  insbesondere
auch  dem  Auslande  gegenüber,  diejenige  Ruhe  und  Geschlossenheit  des  Volkes  zum
Ausdruck  zu  bringen,  welche  für  uns,  bedroht  von  Gefahren,  eine  politische  Notwendigkeit
der  Selbsterhaltung  ist.“