Erstlich  ward  der  Obrist-Leutenant  Cronstedt  und
Major  Stiernhoff  von  der  Ariillerie  beordert  mit
dreißig  Stücken,  die  Mündung  vor  sich  gekehret  und
mit  geschwinden  Schüssen  versehen,  gerade  auf  den
Feimd  los  zu  marschieren,  verteidigt  von  einem  Bataillon
  unter  dem  Kommando  des  Obristen  Jägers
von  dem  Regimente  des  General-Majors  Eckebladt.
Auf  diese  folgten  sechs  Bataillone  aus  der  ersten
Linie  unter  dem  Kommando  der  Genueral-Majors
Schommer  und  Delagardie  in  der  Mitte,  die  General-Majors
  Patkul  und  Eckebladt  auf  den  Flügeln.
Von  diesen  Bataillonen  ward  eins  angeführt  von
dem  Major  Usedom  vom  Eckebladschen  Regimente,
eins  vom  Obersten  Swanlooh  vom  Schultzschen  Regimente,
  zwei  Bataillone  vom  Närckischen  und
Wärmeländischen  Regimente  unter  dem  Obrist  Adlerfeld
  und  dem  Major  Starenflyeht,  zwei  Bataillone
Waßmanländinger  unler  dem  Obristen  Falkenberg,
Obrist-Qeutnant  Gröning  und  Major  Brunjan.  Auf
diese  folgten  sechs  andere  Bataillone:  Zur  Rechten
zwei  vom  Elfsborgslähnschen  Regimente  unter  dem
Kommando  des  Obrist-Leutenaut  Lillien  und  Major
  Spalding  und  ein  Balaillon  Ostgoten  umter
dem  Major  Moden.  Zur  Linken  zwei  Bataillone
vom  Westgot-Dahlischen  Regimente  umter  dem
Obristen  Palmfeldt,  Obrist-Leutenant  Mentzer  und
Najor  Didron  und  ein  Bataillon  Dahlkerle  unter
dem  Kommando  des  Majors  Lewenhaupt.  Tie
Flanken  gegen  den  Wald  und  des  Feindes  Kavallerie

  auf  dessem  linken  Flügel  zu  bedecken,  wunde
eine  Columne  auf  jedem  Flügel  hinter  einander

rangiert.
Zur  Rechten  die  Südermanländer  unter  dem
Obristen  Schlippenbach  und  Major  Essen,  und  ein

Bataillon  Ostgoten  unter  dem  Obrist-Leutenant
Stiernkranz.  Zur  Linken  ein  Bataillon  Dahlkerle

unter  dem  Obrist-Leutenant  Fuchs,  und  zwei  Bataillone
  Helsinger  unter  dem  Obristen  Horn  und
Obrist-Qeulenant  Böhm.  Diese  alle  hatten  Order,
zur  Rechten  und  zur  Linken  sich  auszubreiten  und
im  vollen  Marschieren  eine  Linie  zu  formieren.  Die
Kavallerie  zur  Rechten  unter  dem  General-Major
Marscholk  und  Grafen  Mellin,  bestehend  aus  Stromfelds
  Dragonern  unter  dem  Obristen  Strömfeld,  wie
auch  dem  Obristen  Löwenstern,  den  Obrist-Leutenants
  Plate  und  Buschet  und  den  Majoren  Brehmer
  und  Waldau.  Die  Westgoten  zu  Pferde  angeführt

  vom  Obristen  Wolfrath,  Obristen  Fröhlich,
Obrist-Leutenant  Köhler  und  Major  Lagerkrantz.

Die  Brehmische  Kavallerie  unter  dem  Obristen  Fersen,
  Obrist-Leutenant  Tettenborn  und  Major  Kuhla,
Bassewitz'  Dragoner  unter  dem  Obristen  Bassewitz
und  Obrist-Leutenantk  Reichel.

Zur  Linken  die  General-Majors  Graf  Aschenberg
  und  Marderfeldt.  Unter  deren  Kommando  waren
  General-Major  Marschalcks  Dragoner  unter  dem
Obristen  Marschalck,  Obrist-Leutenant  Graf  Lewenhaupt
  und  Major  Biell.  Graf  Aschenbergs  Regiment
  ward  geführt  vom  Obrist-Leutenant  Fersen
und  Major  Meyerhielm.  Die  Pommersche  Kaval-Unser

  Dommerland

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lerie  unter  dem  Obristen  Roos,  Obrist-Leutenant
Brunner  und  Major  Weichel.  Mardefeldts  Dragoner
  unler  dem  Obrist-Leutenant  Oppenbusch  und
Major  Harteng.  Die  sämtliche  Kavallerie  hatte
Order,  der  Infanterie  zur  Rechten  und  zur  Linken
zu  folgen  und  sich  zu  bemühen  in  ein  oder  zwei
Columnen,  wie  sie  am  besten  könnten,  sich  über  den
Morast  zu  ziehen  und  hernach  auf  beiden  Flügeln
Feld  zu  gewinnen.

Unter  dieser  Dispositiomn  und  mit  der  Losung:
„Mit  Goties  und  Jesu  Hilfe“  rückte  die  Armee  dem
Feinde  entgegen.

Man  ließ  mit  geschwinden  Schüssen,  während
dabei  nach  des  Feindes  eignem  Geständnis  ungemein
  schnell  avanciert  wurde,  unsere  Kanonen  abfeuern,
  welche  von  des  Feindes  Artillerie  ungesäumt
  beantwortet  wurde.  Ungeachtet  daß  von  des

Feindes  Stücken  Volk  genug  siel,  avancierte  die
schwedische  Infanterie  doch  immer  fort  mit  der
Muskete  auf  der  Achsel  bis  ganz  nahe  vor  den

Feind,  welcher  anfangs  in  einem  Tal  gut  gedeckt
stand,  hielt  freimütig  des  Feindes  Salven  aus  und
löste  ihr  Gewehr  nicht  eher,  bis  sie  auf  zehn  bis
fünfzehn  Schritte  an  den  Feind  war,  da  danm  alles,
was  ihr  vorkam,  beugen  und  weichen  mußte.
Inzwischen  avancierte  die  Kavallerie  auf  der
Rechten  unter  Anführung  der  erwähnten  Generale
umd  Obersten  mit  so  glücklichem  Erfolg,  daß  sie  alles,
  was  vorkam,  über  den  Haufen  warfen,  weil
allezeit  frisches  seindliches  BVolk  wieder  an-  und  auf
ste  zusetzte.
Gleicher  Gestalt  avancierte  der  linke  Flügel,  welcher
ungeachtet  des  Feuers,  welches  er  in  der  Flanke  aus
dem  Walde  ausstehen  mußte,  dennoch  durchdrang.
Ob  auch  zwar  einige  Eskadronen  durch  die  Menge
der  Feinde  mehrere  Male  zurückgestoßen  wurden,
setzten  sie  sich  doch  alsobald  wieder  und  vertrieben
den  Feind  mit  der  größten  Tapferkeit,  wobei  sie
von  unserer  Infanterie  allemal  unterstützt  wurden.
Die  feindliche  Kavallerie  suchte  in  fortwährender
Tätigkeit  zu  verschiedenen  Malen  mit  aller  Tapferkeit
  in  die  schwedische  Infanterie  einzubrechen,
wurde  aber  allemal  mit  großem  Verlust  abgewiesen.
Die  feindliche  Infanterie  setzte  sich  zwar  etliche  Mal,
aber  dessen  ungeachtet,  mußte  sie  allezeit  weichen.
Das  Dorf  Wakensteen,  welches  mit  dem  dänischen
Grenadier-Bataillon  besetzt  war,  wurde  unter  Anführung
  des  Herrn  General-Majors  Patkul  von  dem
Obristen  Schlippenbach  mit  den  Sudermanländigern
und  von  dem  Obrist-Leutenant  Stiernkrantz  mit  den
Ostgoten  in  schneller  Eile  angegriffen  und  was  nicht
niedergemacht  war,  gefangen  genommen.  Man  muß
gestehen,  daß  die  dänische  Infanterie  wie  tapfere
Soldaten  gefochten.  Ja,  man  weiß  zu  berichten,
daß  Offiziere  von  schwedischer  und  dänischer  Seite
im  Zweikampf  gegen  einander  gefochten,  bis  ste  die
Degen  im  Leibe  habend,  mit  einander  zu  Boden  gefallen.
  Mehr  als  einmal  hat  sich  die  feindliche  Infanterie
  nicht  allein  wieder  gesetzet  und  mit  Eifer
wieder  getroffen,  sondern  auch,  ehe  sie  weichen  wol-