hat  ja  das  göttliche  Band  des  Glaubens  an  uns
zeknüpfet;  Unsere  Könige  überdies  noch  die  zarte

Blulsverwandtschaft.  Ist  es  also  nicht  schrecklich,
ist  es  nicht  unnatürlich,  daß  unter  uns,  die  wir

Brüder,  Nachbarn  und  Glaugzensgenossen  sind,  keine
Trene,  kein  Glaube,  keine  Liebe  zu  finden  ist,  und
das  Schwert  dergestalt  unter  uns  wüten  sollie!  Ihr
seht  meines  Allergnädigsten  Königs  und  Herrn  redliches
  Gemüte,  welches  nichts  anderes  als  die  Ausbreitung
  der  Ehre  Gottes  und  einen  beständigen
Frieden,  in  dem  christlicher  Länder  Heil  und  Wohlfahrt
  bestehet,  sehnlich  suchet  und  wünschet.

Fasset  al#o  auch  dergleichen  löbliche  Gedanken,
belrachtet  das  Unrecht,  welches  Schweden  durch  die
Friedeusbrüche  seiner  Feinde  erlitten,  nehmet  sowohl
  im  Herzen  als  in  der  Tat  zu  Eurem  eignen
Besten  Partei  von  unserer  gerechten  Sache.  Verhindert
  aber  ja  aus  allen  Euren  Kräften,  daß  die  so
oft  gemeldete  Sr.  Königl.  Majestät  Eures  Königs
Bundesgenossen,  deren  schreckliche  Grausamkeit  das
arme  Pommern  schmerzlich  erfahren,  nicht  Feuer
und  Schwert  in  Eure  Grenzen  über  Eure  eignen
Häuyter  führen.  Tretet  demnach  den  unter  meinent
RNommando  stehenden  Truppen  in  allen  Dingen  bei
und  dann  seid  versichert,  daß  Ihr  durch  Gottes
Hilfe  alles  Euch  angedrohle  Uebel  und  Unglück  ablehnen
  und  hingegen  Euch  alles  Liebes  und  Gutes

Uuser  Dommerland

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zu  mir  gewiß  werdet  vorsehen  können.  Wenn  Jyr
aber  meine  getreue  Warnung  wider  Vermuten  solltet
in  den  Wind  schlagen  und  nicht  alle  äußersten
Kräfte  vorkehren,  um  die  Moskowitische  Macht  mil
ihrem  Anhang  durch  Verhinderung  der  Zufuhr  von
Euern  Grenzen  abzuhalten,  so  könnt  Ihr  Euch
dann  selbst  die  Schuld  beimessen,  wenn  Ihr  deren
Grausamteit,  die  weder  Freund  noch  Feind  schonet,
sondern  ohne  Unterschied  wütet,  an  Euch  und  den
Eurigen  schmerglich  werdet  empfinden  müssen  und
au  zerdem  noch  meiner  unausbleiblichen  Ahndung
gewärtig  sein.  Dahingegen  seid  versichert,  daß  das
schwedische  Blut,  so  Eure  Felder  nun  zu  Eurem
Schutz  und  zur  Beförderung  der  allgemeinen  Ruhe
bezogen,  niemals  wird  von  der  Stelle  weichen,  bis
durch  Gottes  Gnade  behauptet  ist,  daß  keine  russische
  Macht  in  dem  Holsteinischen  oder  dem  heilige
römischen  Reiche,  wozu  ihnen  auf  keinerlei  Weise
das  geringste  Recht  oder  nur  scheinbarer  Ansprut
zukommen  kann,  jemals  ihren  Fuß  setzen  möge.

Gegeben  im  Hauptquarlier  zu  Heyde,
den  16.  Januar  1713.

Magunus  Steinbock.
(L.  S.)
(Fortsetzung  folgt.)

—S——  —

„Stralsund“.

(Zum  erfolgreichen  Gefecht  des  Kreuzers  „Stralsund“.)

In  deu  Rubmesblättern  der  Gesoebichte
Leuchtest,  Stralsund,  cuu  in  bellem  Sonnenscheinj!
Botest  Crutz  dereinst  dem  KRolzen  Zieger

Vor  dem  alles  Zzitterte  —  dem  (lallenstein!

Heute  lodern  wieder  Kriegesflammen.
DLeid  bat  gegen  uns  die  ganze  (elt  erregt!  —
Brav  mit  Rubm  bedeckt  bat  sich  der  Kreuzer,

Von  Paul  Deichen,  Sberswalde.

Nicht  ließ  ihn  der  Feinde  Zabl  erbeben.
„Stralfund“,  die  Darole  bat  sich  gut  bewährt!
Drauf!  wie  einst  die  Väter,  ist  die  Losung!
„Stralsund“  wurde  beute  neuer  Glanz  besoehert!

In  den  Rubmesblättern  der  Gesehichte
Leuchtest.  Stralsund,  du  in  bellem  Sonnensehein!
#ind'st  den  wachkern  Cräger  deines  Damens

Der  den  trauten,  lieben  Namen  „Stralfund"“  trägt!  Ffreudig  in  den  Lorbeer  deines  Rubms  mit  ein!

„Kleiner  Kreuzer“  beißt's  in  den  Berichten!  —
Doch  wer  Folche  brave,  wackre  Cat  vollbracht,
Reibt  sich  ein  in  Zukunft  unfern  Großen,

Die  als  Vorbild  leuchten  uns  in  Sonnenpracht